Pfadi-Gesundheit Folge 20
„Denk´ daran, dass du regelmäßig deine tägliche Leerung hast, und wenn nicht, dann gehst du zu Akela, er soll dir eine Abführtablette geben.“ Robert Baden-Powell, Das Wolfsbuch
Der klassische „Heimscheisser“ ist wohl in jedem Rudel und jeder Sippe vertreten.
Okay, man kann sich definitiv Angenehmeres vorstellen als ein Dixi oder einen Donnerbalken – auf Wölflinge kann der Abgrund darunter bedrohliche Ausmaße annehmen. Aber – was muss, das muss.
Nicht jeder Mensch ist gleich. Als „normal“ gilt eine Stuhlfrequenz von dreimal täglich bis dreimal wöchentlich. So sollte auch jeder eine Abweichung von der „persönlich-individuellen Norm“ selbst beurteilen.
Spätestens aber nach drei Tagen ohne Stuhlgang, v.a. bei zusätzlichem, unangenehmem Völlegefühl oder Blähungen besteht Handlungsbedarf.
Auch hier reicht häufig die Anpassung der Ernährung aus.
Grundsätzlich hilft gegen Verstopfung:
- Viel Bewegung
- Viel trinken (mindestens 2 Liter / Tag, z. B. Tomatensaft, Traubensaft, warme Milch mit Honig oder Kakao, Sauermilchprodukte wie Buttermilch, Dickmilch, Kefir)
- Ballaststoffreiche oder die Verdauung anregende Ernährung, z.B. Sauerkraut, Joghurt, Obst (besonders Kirschen, Tomaten, Pflaumen, Feigen, Wassermelonen), Gemüse, fett- oder ölhaltige Speisen, Vollkornbrot oder Müsli.
Möchte man dennoch auf Hilfsmittel aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke zurückgreifen, so stehen hier auch rein natürliche Produkte, z.B. auf Basis von Flohsamenschalen (Mucofalk®) zur Verfügung.
Bei Verstopfung mit anhaltenden oder wiederkehrenden Bauchschmerzen solltest du ärztlichen Rat einholen!
Zwar ist nicht selten eine Verstopfung die Ursache für wochenlange leichte Bauchschmerzen, Blähungen und Völlegefühl, auch wenn die Verdauung der Person „noch normal“ vorkommt – oder besteht vielleicht Heimweh? Doch ist bei ausbleibendem Stuhlgang und zunehmenden Bauchschmerzen (innerhalb eines oder weniger Tage) auch eine Blinddarmentzündung möglich!
Ist eine schnelle Wirkung erforderlich, so ist Macrogol auch zur Anwendung bei Kindern freiverkäuflich im Drogeriemarkt oder in der Apotheke erhältlich. Dabei bitte immer die Anwendungs- und Dosierungshinweise beachten, damit es nicht zu einem überschießend- durchschlagenden Erfolg kommt.
Gut Pfad,
Römi, Uli, Lennart
Michael Römer, VCP Stamm Franz von Sickingen Hambach, Neustadt, GNB, RP/S
Dr. Uli Eiden, VCP Stamm Johannes Gutenberg Mainz, GAB, RP/S
Lennart Scheel, VCP Stamm Albert Schweitzer Breitenbach, GPW, RP/S