{"id":83,"date":"2014-03-28T08:29:38","date_gmt":"2014-03-28T06:29:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/?p=83"},"modified":"2014-05-25T15:48:20","modified_gmt":"2014-05-25T13:48:20","slug":"der-fruehjahrsputz-ein-wohltat-fuer-koerper-geist-und-seele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/allgemein\/der-fruehjahrsputz-ein-wohltat-fuer-koerper-geist-und-seele\/","title":{"rendered":"Der Fr\u00fchjahrsputz \u2013 ein Wohltat f\u00fcr K\u00f6rper, Geist und Seele"},"content":{"rendered":"<p>Auf dem Schreibtisch stapelt sich die Post und aus dem Sp\u00fclbecken w\u00e4chst ein Geschirrberg. In der Ecke halten die Wollm\u00e4use eine Versammlung und Oma Gertrut will dich besuchen. Klarer Fall f\u00fcr einen Fr\u00fchjahrsputz! Denn der Mensch braucht Sauberkeit und Ordnung.<\/p>\n<p>Dass Dreck und mangelnde Hygiene krank machen, ist allgemein bekannt. Aber warum f\u00fchlen wir uns im Wirrwarr so unwohl? Das hat Gr\u00fcnde: Ordnung und klare, bekannte Strukturen geben uns ein Gef\u00fchl der Sicherheit. Die Sinne m\u00fcssen deutlich weniger Informationen aufnehmen und ans Gehirn weiterleiten. Das Gehirn kann seine Leistung reduzieren, weil keine Gefahr droht, solange wir den \u00dcberblick behalten. Zudem verk\u00fcrzt es Laufwege und den Suchaufwand. Der K\u00f6rper ist entlastet, kann sich entspannen und wir f\u00fchlen uns wohl.<\/p>\n<p>Unruhiges und Unbekanntes wie ein Dornenbusch oder das sich Orientieren m\u00fcssen in einer fremden Stadt l\u00f6st bei vielen Menschen Angst aus. \u00dcberall k\u00f6nnte ein Feind lauern oder eine Gefahr drohen.<\/p>\n<p>Klare Strukturen und Symmetrien werden auch als \u201esch\u00f6n\u201c empfunden. Betrachten wir mal das Gem\u00e4lde von \u201eMona Lisa\u201c. Ihre Haut ist rein, ihre Gesichtsz\u00fcge sind ganz gleichm\u00e4\u00dfig, die Symmetrieachse verl\u00e4uft entlang vom Haarscheitel zur Nasenspitze. Den unruhigen Hintergrund hat Leonardo da Vinci bewusst dunkel und unscharf gemalt.<\/p>\n<p>Wie viel Sauberkeit und Ordnung jemand braucht, muss jeder f\u00fcr sich selbst entscheiden. Eine \u00fcbertriebene Hygiene schw\u00e4cht die Abwehrkr\u00e4fte, das permanente Aufr\u00e4umen kostet Kraft und Zeit.<\/p>\n<h2>5 Tipps mit Langzeitwirkung und Wohlf\u00fchlgarantie<\/h2>\n<h2>1. Unangenehme Arbeiten zuerst erledigen<\/h2>\n<p>Dreckiges Geschirr anfassen und das Klo schrubben ist nicht jedermanns Sache. Doch die ungl\u00fcckliche Lage wird nicht besser, wenn diese zwingenden Aufgaben st\u00e4ndig aufgeschoben werden. Der st\u00e4ndige Gedanke daran belastet den Kopf und verschwindet nur, wenn sie erledigt sind. Also die \u00c4rmel hochkrempeln, Gummihandschuhe anziehen und sofort erledigen. Danach ist der Kopf f\u00fcr die sch\u00f6nen Dinge im Leben frei.<\/p>\n<h2>2. Strukturiert aufr\u00e4umen<\/h2>\n<p>Unsere Dinge im Leben lassen sich in drei Kategorien einteilen, n\u00e4mlich in Sachen, die wir st\u00e4ndig brauchen, welche die wir gelegentlich brauchen und was nur unn\u00f6tiger Ballast ist. Auf diese Erkenntnis baut die \u201e3 Stapel Methode\u201c auf :<\/p>\n<p>\u00d6ffne mal deinen Kleiderschrank und hole den gesamten Inhalt heraus. Schnell werden dir Kleider f\u00fcr den Sommer und f\u00fcr den Winter auffallen. Dann tauchen noch Kleidungsst\u00fccke auf, die schon seit Jahren nicht mehr getragen wurden.<\/p>\n<p>Sortiere die Kleidung in drei Haufen. Was du jetzt tr\u00e4gst, kommt wieder- ordentlich gefaltet &#8211; in den Schrank. Was selten getragen wird, stapelst du sch\u00f6n ordentlich in eine Kiste und verstaust sie im Keller. Den Rest bringst du zur Altkleidersammlung oder tauschst sie vielleicht auf einem Bazar. Wenn du die Kleider, die du in die Kiste gepackt hast, nach einem halben Jahr nicht vermisst, kannst du dich ebenfalls davon trennen.<\/p>\n<h2>3. Arbeiten delegieren<\/h2>\n<p>Wir Menschen sind faule, aber auch erfolgreiche Lebewesen. Warum? Weil wir die Arbeitsteilung entwickelt haben. Jeder konzentriert sich auf das, was man am besten kann. Also nicht jede Arbeit annehmen und sich stundenlang abqu\u00e4len. Wenn du gut kochen kannst, hei\u00dft es nicht, dass du dich mit Fahrrad reparieren oder Steuererkl\u00e4rungen auskennst. Da kann dir dein Freund besser helfen. Danke ihm mit einem leckeren Essen.<\/p>\n<p>Schaffe dir lieber ein Kompetenznetzwerk \u2013 es st\u00e4rkt nicht nur die soziale Bindung, es entlastet alle.<\/p>\n<h2>4. Mache dir kleine, leichte H\u00e4ppchen<\/h2>\n<p>Vorgenannte Tipps helfen dir auf jedem Fall. Aber die Vorbeugung ist die beste Medizin! Sp\u00fcle kleine Geschirrmengen sofort statt Berge wachsen zu lassen. Lege die Sache, die du gerade in der Hand h\u00e4ltst, sofort am vorgesehenen Ort ab.<\/p>\n<p>Logisch! Kleine Arbeitseinheiten sind schneller und leichter zu erledigen als gro\u00dfe.<\/p>\n<h2>5. Nicht alles mit nach Hause nehmen<\/h2>\n<p>Du musst nicht alles einkaufen, was im Laden angeboten wird. Das Meiste ist am Ende \u00fcberfl\u00fcssig und macht dich nicht gl\u00fccklicher. Im Gegenteil! Es verstopft dir deinen Lebensraum. Verknappe dein Bargeld, lasse die Karten daheim und falle nicht auf jedes vermeintliche \u201eSchn\u00e4ppchen\u201c herein. Gerade in unserer jetzigen Zeit kannst du das, was wirklich zum Leben fehlt, kurzfristig besorgen. Lass dir Platz zum Atmen und f\u00fcr Sachen, die dir wirklich am Herzen liegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Schreibtisch stapelt sich die Post und aus dem Sp\u00fclbecken w\u00e4chst ein Geschirrberg. In der Ecke halten die Wollm\u00e4use eine Versammlung und Oma Gertrut will dich besuchen. 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