{"id":7149,"date":"2017-08-27T15:39:31","date_gmt":"2017-08-27T13:39:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/?p=7149"},"modified":"2017-08-30T10:12:32","modified_gmt":"2017-08-30T08:12:32","slug":"diskutier-um-vier-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/aus-dem-verband\/diskutier-um-vier-2\/","title":{"rendered":"Diskutier um Vier"},"content":{"rendered":"<p>Kurz vor Vier! Schnell zu &#8222;August und Tina&#8220;!<br \/>\nDenn vier Uhr, das war ein fester Treffpunkt auf dem Bundeslager Weitblick. Die Bundesleitung hatte zu sechs Diskussionsrunden eingeladen. Moderiert von Natascha und pro Thema mit mindestens einem Paten aus der Bundesleitung tauschten sich zwischen zehn und zwanzig Teilnehmende zu folgenden Themen aus:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Diskutier_um_Vier_Plakat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7150\" src=\"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Diskutier_um_Vier_Plakat.jpg\" alt=\"\" width=\"391\" height=\"536\" srcset=\"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Diskutier_um_Vier_Plakat.jpg 391w, https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Diskutier_um_Vier_Plakat-219x300.jpg 219w\" sizes=\"auto, (max-width: 391px) 100vw, 391px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jeweils zu Beginn wurde in die Hintergr\u00fcnde und die Fragestellungen eingef\u00fchrt &#8211; und dann startete der Austausch mit Rangern\/Rovern und Erwachsenen aus den unterschiedlichen VCP-L\u00e4ndern, darunter sowohl Stammesleitungen bzw. \u2013mitarbeiter*innen, Gruppenleitungen sowie Mitarbeitende auf Landes- und Bundesebene.<\/p>\n<p>Und darum drehten sich die Gespr\u00e4che:<\/p>\n<p><strong>28.7.: Schulung im VCP (Fabienne)<\/strong><br \/>\n<em>Fragestellung: Wie muss Schulung im VCP sein? Wie kann Schulung im VCP sein? Welche Formen von Schulung kann es geben? Entsprechen die Schulungsmethoden der heutigen Zeit? Sind die Inhalte richtig? Was macht eine Schulung zu einem Erfolg?<\/em><\/p>\n<p>Ergebnisse bzw. Diskussionsinhalte:<br \/>\n&#8211; Schulungen f\u00fcr Quereinsteiger*innen: Oftmals sind Schulungen innerhalb der Woche schwierig, besser sind Wochenend-Schulungen<br \/>\n&#8211; Modul-Baukasten f\u00fcr Schulungen: Quereinsteiger*innen k\u00f6nnen sich so einzelne Themen raussuchen, es werden jeweils kurze Schulungen (z. B. Tagesveranstaltungen) angeboten<br \/>\n&#8211; Es gibt nicht \u201cden*die Quereinsteigende*n\u201d: die Zielgruppe zu definieren ist schwer, jede*r braucht etwas anderes<br \/>\n&#8211; Als Ideen f\u00fcr Stammesneugr\u00fcndungen werden zum Beispiel Mentoring-Prinzip, Toolkit f\u00fcr neue St\u00e4mme und Modulschulungen angesehen<br \/>\n&#8211; Pfadfinderische Werte m\u00fcssen vorgelebt werden, entsprechend sind gute Teamendenschulungen wichtig<\/p>\n<p><strong>29.7.: Wieviel Spiritualit\u00e4t braucht eine Gruppenstunde? (Antje)<\/strong><br \/>\n<em>Ist Spiritualit\u00e4t in der Gruppenstunde \u00fcberhaupt noch zeitgem\u00e4\u00df? Wie passt das in die heutige Zeit? Wie kann der VCP sein C in die Gruppenstunden transportieren? Wie kann ich damit junge Pfadis begeistern?<\/em><\/p>\n<p>Ergebnisse bzw. Diskussionsinhalte:<br \/>\n&#8211; Ist Spiritualit\u00e4t der richtige Begriff? Sind damit Rituale gemeint?<br \/>\n&#8211; Wichtig ist, dass man niemandem vorschreibt, woran er glaubt, sondern dass man wei\u00df, wie man andere dazu anregen kann, sich damit zu besch\u00e4ftigen, ob\/woran man glaubt. Wie geht das, mit welchen Methoden? Welche Methoden gibt es, um mich selbst zu finden und welche Methoden gibt es, damit sich andere selbst finden k\u00f6nnen? Auch soll von Missionierung abgesehen werden, denn Glaube ist Privatsache, aber ein Angebot soll gemacht werden. Dazu ben\u00f6tigt wird dann aber ein \u201cgro\u00dfer Werkzeugkasten\u201d.<br \/>\n&#8211; Wie kann ich als Gruppenleiter*in &#8222;pl\u00f6tzlich\u201d mit Ritualen anfangen und welche Zeitpunkt der Gruppenstunde ist der Richtige? Besprochen wird, dass dies eher nicht am Anfang der Stunde passiert, da dort eher das Bed\u00fcrfnis nach Toben vorhanden ist. Ist man unsicher, so wird der Tipp gegeben, dies auch zu zeigen und den Kindern zu sagen, dass man etwas Neues versucht. Auch sollte durchaus mit den Gruppenkindern diskutieren werden, an was sie glauben. Das \u201cC\u201d oder das \u201cTheologische\u201d oder das \u201cSpirituelle\u201d soll nicht auf das Halten eine Andacht reduziert werden, sondern vorleben und selbsterleben ist gefragt. Vielen fehlt hier das n\u00f6tige Handwerkszeug.<br \/>\n&#8211; Thema \u201cChristliches\u201d st\u00f6\u00dft bei den Gruppenleitungsschulungen oftmals auf das geringste Interesse und die schlechteste Bewertung. Es wird oftmals auch als \u201cFehl am Platz\u201d empfunden, da die meiste Zeit \u00fcber knallharte Fakten, juristische Hintergr\u00fcnde usw. gesprochen wird und dann pl\u00f6tzlich \u00fcber so ein \u201cweiches\u201d Thema. Es scheint besser zu sein, das Thema \u201cChristliches\/Spiritualit\u00e4t\/Rituale\u201d durch Vorleben innerhalb der Schulung umzusetzen. Allerdings sollen die Gruppenleitungsschulungen die \u201cspirituellen Inhalte\u201d aufgreifen, und nicht nur das abhandeln, was unbedingt f\u00fcr die Juleica n\u00f6tig ist.<\/p>\n<p><strong>30.7.: Demokratie leben vor Ort: (Antje, Natascha und Thomas)<\/strong><br \/>\n<em>Wie wird Demokratie vor Ort gelebt? Sind Teilnahmen an Demonstrationen Teil der Gruppenstunden oder Privatangelegenheit? Wie kommen Entscheidungen in \u201eh\u00f6heren\u201c Verbandsgremien zustande und wie werden diese transportiert? Braucht es andere Beteiligungsm\u00f6glichkeiten im Verband?<\/em><\/p>\n<p>Ergebnisse bzw. Diskussionsinhalte:<br \/>\n&#8211; Die Teilnahme an Demonstrationen in Tracht hielten die Anwesenden f\u00fcr richtig unter bestimmten Bedingungen:<br \/>\n&#8230; dass man sich sicher ist\/sein kann, dass man eine Meinung vertritt, die der Verbandsmeinung entspricht.<br \/>\n&#8230; dass man sich bewusst ist, dass man eine \u201cSignalwirkung\u201d f\u00fcr den Verband haben kann, beispielsweise das Verhalten auf den Gesamtverband zur\u00fcckfallen kann.<br \/>\n&#8211; Der Beschluss der Bundesversammlung \u201cAuf gute Nachbarschaft\u201d hat den Gruppen vor Ort offensichtlich sehr viel Sicherheit gegeben und sie sehr best\u00e4rkt, sich f\u00fcr das Thema auch als Pfadfinder*innen einzusetzen<br \/>\n&#8211; Wichtig ist zu unterscheiden, dass sich f\u00fcr (gesellschafts-)politische Dinge eingesetzt werden kann und darf, dass das aber nicht bedeutet, dass man parteipolitisch agiert.<br \/>\n&#8211; Gefragt wird, wie Kinder aus der Kinderstufe z. B. in Stammesentscheidungen eingebunden werden k\u00f6nnen. Nehmen sie an den Versammlungen des Stammes (Stammesversammlung, Stammesthing) teil, dann sollten diese so gestalten werden, dass die Kinder aus der Kinderstufe auch verstehen, um was es gerade geht. Es m\u00fcssen mehr Pausen eingebaut werden, aber man darf ihnen auch zumuten, dass es auch mal langwierig oder langweilig sein kann. Die Kinder der Kinderstufe k\u00f6nnen altersgerecht die Themen der Versammlung vorbereiten, und eine Delegation in die Versammlung schicken.<br \/>\n&#8211; Bei Entscheidungen im Gremien kann es auch mal passieren, dass eine Entscheidung gegen die eigene Meinung getroffen wird. Auch dies muss hinterher mitgetragen und mitvertreten werden.<br \/>\n&#8211; Gremien auf Bundesebene wie Bundesrat, Bundesleitung und Bundesversammlung werden als sinnvoll gesehen. Es ist allen bewusst, dass dort andere Themen entschieden werden. Damit w\u00fcrden auch die \u201cunteren\u201d Gremien entlastet.<br \/>\n&#8211; In dem Zusammenhang wurde auch Werbung gemacht f\u00fcr die Handreichungen zum Thema Partizipation.<\/p>\n<p><strong>1.8.: Pfadfindung (Jule, Jan)<\/strong><br \/>\n<em>Wozu brauchen wir Verbandsentwicklung? Ist das was Abstraktes ganz oben oder haben wir alle was damit zu tun? Wohin muss sich der Verband entwicklen?<\/em><\/p>\n<p>Ergebnisse bzw. Diskussionsinhalte:<br \/>\n&#8211; Die Einheit wurde genutzt, viele R\u00fcckfragen zur Verbandsentwicklung insgesamt zu kl\u00e4ren, Hintergr\u00fcnde und Entstehung zu erl\u00e4utern und Input zur weiteren Gestaltung und Kommunikation mitzunehmen.<br \/>\n&#8211; So wurde beispielsweise deutlich gemacht, dass die Teilnehmenden der Regionalkonferenzen dort die einmalige M\u00f6glichkeit haben, sich pers\u00f6nlich als Mitglied einzubringen &#8211; abseits des sonst \u00fcblichen Weges \u00fcber die Gremien.<br \/>\n&#8211; Angedacht sind verschiedene Interaktionsformen. Hier laufen noch die Planungen.<br \/>\n&#8211; Gew\u00fcnscht wurde sich eine zusammenfassende Info zum Stand der Dinge.<\/p>\n<p><strong>2.8.: Junge Delegierte f\u00fcr internationale Begegnungen (Olli und Fabian)<\/strong><br \/>\n<em>Ist der VCP auf alle Ebenen ein internationaler Verband? Wie k\u00f6nnen junge VCP-Mitglieder niedrigschwellig und dauerhaft an internationalen Veranstaltungen beteiligt werden?<\/em><\/p>\n<p>Ergebnisse bzw. Diskussionsinhalte:<br \/>\n&#8211; Es gab eine deutliche Positionierung dazu, junge Leute viel mehr einzubinden.<br \/>\n&#8211; Angemerkt wurde, dass es schwierig ist, sehr junge Pfadis zu begeistern, da diese oftmals erst mit \u201csteigender Hierarchie\u201d \u00fcberhaupt an die Infos und die Netzwerke kommen. Vieles funktioniere trotz \u00f6ffentlicher Ausschreibungen eben \u00fcber solche Netzwerke.<br \/>\n&#8211; Durch die Stufenkonzeption und die Inhalte entsprechend der Altersgruppen im VCP ergibt sich automatisch ein Mindestalter. Junge Delegierte k\u00f6nnen zwangsweise nicht beliebig jung sein.<br \/>\n&#8211; Das Delegationsprinzip im VCP stellt formal sicher, dass jedes Mitglied repr\u00e4sentiert wird.<br \/>\n&#8211; Durch separate Jugendforen bekommt die &#8222;Stimme der Jugend\u201d in der derzeitigen Alterstruktur von WOSM und WAGGGS erst wirklich Gewicht, da Delegierte auf Konferenzen aus anderen Regionen h\u00e4ufig relativ alt sind.<br \/>\n&#8211; Junge Delegierte sollten voll finanziert werden und keine eigenen Kosten tragen m\u00fcssen.<br \/>\n&#8211; Die Frage, ob es auch auf Landesebene verpflichtend eine Person geben sollte, die f\u00fcr Internationales zust\u00e4ndig ist (\u00e4hnlich IC in der Bundesleitung), wird gemischt bewertet. Einerseits k\u00f6nne es passieren, dass jemand den Job nur \u00fcbernehme, weil es eben besetzt sein muss. Andererseits k\u00f6nnten dadurch auch Interessierte besser angesprochen werden, die bisher keinen Zugang hatten.<\/p>\n<p><strong>3.8.: Stufenkonzeption (Neals und Antje)<\/strong><br \/>\n<em>Passt die Stufenkonzeptionen zu den Strukturen und Rahmenbedingungen vor Ort? Wie kann die Stufenkonzeption verbessert werden, damit sie gut vor Ort umgesetzt werden kann?<\/em><\/p>\n<p>Ergebnisse bzw. Diskussionsinhalte:<br \/>\n&#8211; Da die Stufenkonzeption mit den Rangern\/Rovern endet, f\u00fchlen sich manche 21+-J\u00e4hrige aus dem VCP &#8222;hinauskomplimentiert&#8220;. M\u00fcssen f\u00fcr Erwachsenen Lebensphasen definiert werden? Was machen Erwachsene im Verband und wie geht man damit um, dass der \u00dcbergang von der Ranger\/Rover-Stufe vielen so schwer f\u00e4llt?<br \/>\n&#8211; Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den St\u00e4mmen, was \u00dcberg\u00e4nge und Entscheidungen dazu betrifft.<br \/>\n&#8211; Die meisten Anwesenden verbinden mit dem Tragen eines bestimmten Stufen-Halstuches auch gewisse Erwartungen an die Tr\u00e4ger (z.B. kann eine Kothe aufbauen). Wenn man gleichzeitig aber keine \u201cProben\u201d macht, wie kann das dann zusammenpassen?<br \/>\n&#8211; Die Stufenkonzeption entlastet auch die Gruppenleitungen, da sie eher wissen, was in welcher Stufe gemacht werden soll. Das entschleunigt, weil z.B. nicht auf Biegen und Brechen versucht wird, was in die Stufe noch zu pressen, was erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt ansteht. Au\u00dferdem gibt es immer etwas, auf was sich noch gefreut werden kann.<br \/>\n&#8211; Handreichungen werden als sinnvoll erachtet. Oft scheint aber nicht bekannt zu sein, wo man diese bekommt.<br \/>\n&#8211; In den Schulungen sollte noch mehr auf die Stufenkonzeption eingegangen werden, diese und deren P\u00e4dagogik kommt an mancher Stelle noch zu kurz.<br \/>\n&#8211; Es sollte Modulbausteine f\u00fcr Schulungen geben, die dann z.B. am Wochenende stattfinden. So k\u00f6nne man auch diejenigen erreichen, die sich nicht lange am St\u00fcck freinehmen k\u00f6nnen, um auf Gruppenleiter-\/Stammesleitungskurse zu gehen.<\/p>\n<p>Die Bundesleitungsmitglieder werden die Erkenntnisse aus den jeweiligen &#8222;Diskutier um Vier&#8220;-Runden in ihre jeweiligen Projekten einflie\u00dfen lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz vor Vier! Schnell zu &#8222;August und Tina&#8220;! Denn vier Uhr, das war ein fester Treffpunkt auf dem Bundeslager Weitblick. Die Bundesleitung hatte zu sechs Diskussionsrunden eingeladen. 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