{"id":6245,"date":"2017-04-05T12:45:59","date_gmt":"2017-04-05T10:45:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/?p=6245"},"modified":"2017-04-05T13:17:26","modified_gmt":"2017-04-05T11:17:26","slug":"tagebuch-einer-fsjlerin-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/aus-dem-verband\/tagebuch-einer-fsjlerin-teil-i\/","title":{"rendered":"Tagebuch einer FSJlerin &#8211; Teil I"},"content":{"rendered":"<p>Rebecca \u201eBecci\u201c Haugwitz berichtet von ihrem Arbeitsalltag in der Bundeszentrale\u2026<\/p>\n<h2>Wo f\u00e4ngt man nur an, zu berichten\u2026?<\/h2>\n<p>Nun bin ich schon seit f\u00fcnf Monaten FSJlerin in der VCP-Bundeszentrale. Das letzte Mal hab ich zu Beginn, im September, auf dem Blog von mir lesen lassen. Ab jetzt habe ich vor, \u00f6fter zu schreiben, um euch einen Einblick zu geben, wie ein Freiwilliges Soziales Jahr beim VCP so aussehen kann. Viele junge Menschen, die nach dem Abitur ein Jahr im Ausland verbringen, schreiben im Internet \u00fcber ihre Erfahrungen. Warum sollten wir \u201eDaheimgebliebenen\u201c das nicht auch tun? \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Heute m\u00f6chte ich erz\u00e4hlen, woran ich nun konkret arbeite. In den n\u00e4chsten Artikeln wird es dann eher darum gehen, was mich so besch\u00e4ftigt, welche Schwierigkeiten ich zu \u00fcberwinden habe, wo ich viel gelernt habe und was mir Freude bereitet hat\u2026<\/p>\n<p>Im Moment gibt es f\u00fcr mich drei gro\u00dfe Aufgabenfelder: Der <a href=\"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/kirchentag\/\" target=\"_blank\">Kirchentag<\/a>, das <a href=\"http:\/\/www.weitblick2017.de\" target=\"_blank\">Bundeslager<\/a> und die Bundeszentrale. Letzteres fasst allerdings eher viele verschiedene Aufgaben zusammen, w\u00e4hrend die anderen beiden gro\u00dfe Projekte sind.<\/p>\n<h2>Verschwenden beenden!<\/h2>\n<p>Auf dem <a href=\"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/kirchentag\/\" target=\"_blank\">Kirchentag<\/a> biete ich gemeinsam mit ein paar Leuten aus dem VCP Schleswig-Holstein die \u201eOase zur Weiteren Verwendung\u201c an. Dort wollen wir Lebensmittel retten und verwerten, indem wir Arme Ritter mit Kompott zubereiten oder aus Gem\u00fcse Curry kochen. Au\u00dferdem werden wir Upcycling-Ideen pr\u00e4sentieren und eventuell auch Workshops dazu anbieten, wie man zum Beispiel aus Europaletten coole M\u00f6bel bauen oder aus Dosen und Gl\u00e4sern schicke Lichter basteln kann. Die Inhalte des Programmpunktes stehen also schon, nun gilt es aber noch, das \u201eDrum &amp; Dran\u201c zu organisieren. Es muss zum Beispiel daf\u00fcr gesorgt werden, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden k\u00f6nnen, unsere Zelte m\u00fcssen eine sichere Konstruktion bilden und die Ausstellung \u201eNiemand isst f\u00fcr sich allein\u201c muss neu instand gesetzt werden, um den ganzen Kirchentag mit all seinen Besuchern zu \u00fcberstehen. Das ist zwar ganz sch\u00f6n viel, aber die Kommunikation mit dem Kirchentag l\u00e4uft sehr gut und ich habe ein tolles Team hinter mir, das mich unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h2>Auf die Pl\u00e4tze gegen Hetze!<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend des Bundeslagers wird die Projektgruppe \u201eAuf gute Nachbarschaft\u201c, in der ich hauptamtlich mitarbeite, <a href=\"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/die-projektgruppe-auf-gute-nachbarschaft-braucht-eure-unterstuetzung\/\" target=\"_blank\">die Akademie \u201eAuf die Pl\u00e4tze gegen Hetze\u201c<\/a> anbieten. Daf\u00fcr m\u00fcssen Workshops geplant und Mitarbeiter gefunden werden. In den Workshops soll es darum gehen, gegen Rechtsextremismus aktiv zu werden und das Demokratieverst\u00e4ndnis zu f\u00f6rdern. (Wenn da jemand Interesse hat, kann er sich gerne unter <a href=\"mailto:rebecca.haugwitz@vcp.de\">rebecca.haugwitz@vcp.de<\/a> bei mir melden!)<\/p>\n<h2>Vom Stifte bef\u00fcllen und Briefe verschicken<\/h2>\n<p>Hier in der Bundeszentrale habe ich viele verschiedene Aufgaben. Zum Beispiel unterst\u00fctze ich Diane bei der anp, betreue die Bundesleitungssitzungen, k\u00fcmmere mich um die <a href=\"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/500-frei-will-ich\/vcp-bibel\/\" target=\"_blank\">VCP-Bibel<\/a>\u2026 da kommt immer viel zusammen. Oft sind auch \u201ebl\u00f6de\u201c Aufgaben dabei, die sonst keiner gern machen m\u00f6chte. Einmal musste ich einen ganzen Tag lang alle Stifte in den Moderationskoffern ausprobieren und dann mit frischer Tinte auff\u00fcllen, an einem anderen Tag landete ein riesiger Stapel Rechnungen auf meinem Tisch, die alle gefaltet, in Umschl\u00e4ge gesteckt und verschickt werden mussten. Ich schw\u00f6re, ich werde niemals meinen Mitgliedsbeitrag per Rechnung bezahlen. \ud83d\ude09 Aber so schlimm ist das dann auch wieder nicht, irgendwer muss das alles ja machen und ich habe wohl noch am ehesten Kapazit\u00e4ten daf\u00fcr auf meiner To-Do-Liste. Sonst komme ich auch viel herum, in der letzten Woche war ich beispielsweise in Berlin, D\u00fcsseldorf und in Pl\u00f6n, Schleswig-Holstein. In D\u00fcsseldorf war der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag, wo der rdp einen Stand hatte. Dort konnte ich vielen Menschen erkl\u00e4ren, was wir Pfadfinder eigentlich so tun und was dabei so viel Spa\u00df macht.<\/p>\n<h2>Dialog im Dunkeln und B\u00fccher satt\u2026 die Buchmesse in Leipzig<\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich besuche ich auch FSJ-Seminare. Wenn man ein Freiwilliges Soziales Jahr macht, sind diese Seminartage Pflicht. Wie viele das sind und wie sie eingeteilt werden, ist von Tr\u00e4ger zu Tr\u00e4ger unterschiedlich. Es gibt zum Beispiel Tr\u00e4ger, bei denen die Freiwilligen sich ihre Seminartage weitestgehend selbst aussuchen k\u00f6nnen, weil es viele Wahl-Seminare gibt. Das hat nat\u00fcrlich den Vorteil, dass man sehr flexibel und Herr \u00fcber seinen eigenen Kalender ist. Au\u00dferdem kann man sich so die Seminarthemen aussuchen, die einen am meisten interessieren. Tr\u00e4ger meines FSJ ist die Diakonie Hessen, dort stehen die Seminare f\u00fcr alle fest und es gibt nur ein einziges Wahl-Seminar. Auch das birgt seine Vorteile. Ich muss mich nicht selbst darum k\u00fcmmern, dass ich die vorgeschriebene Anzahl an Seminartagen einhalte, au\u00dferdem sind wir immer in derselben Gruppe unterwegs, wodurch man sich mit der Zeit besser kennenlernt und sich eine gute Gruppendynamik entwickelt. Dass ich mir die Themen meiner Seminare nicht aussuchen kann finde ich auch gar nicht schlimm, so besch\u00e4ftige ich mich auch mal mit Dingen, von denen ich sonst nie etwas geh\u00f6rt h\u00e4tte. Am Ende soll man sich ja dort weiterbilden. Die Auswahl der Wahl-Seminare war sehr breit gef\u00e4chert, ich denke, dass jeder von uns Freiwilligen etwas Passendes f\u00fcr sich gefunden hat. Meines hat mich nach Weimar und Erfurt auf die Spuren des Nationalsozialismus und dann zur Buchmesse nach Leipzig verschlagen. F\u00fcr mich war das perfekt und ich habe sogar sehr viel Neues gelernt.<\/p>\n<p>Ein anderes Seminar hat mich aber zum Beispiel nach Frankfurt am Main gef\u00fchrt, dort haben wir die Ausstellung \u201eDialog im Dunkeln\u201c besucht. Dabei wird man in einer kleinen Gruppe durch verschiedene R\u00e4ume begleitet, in welchen es stockfinster ist. Man sieht wirklich \u00fcberhaupt gar nichts. Die Guides sind selber tats\u00e4chlich blind oder sehbehindert, sie kennen sich also bestens mit solchen Situationen aus. In der Gruppe folgt man ihnen dann durch einen Wald, \u00fcber eine Stra\u00dfe und sogar in eine richtige Bar. Dieser Perspektivwechsel hat mich wirklich nachhaltig besch\u00e4ftigt. Zum einen war ich davon beeindruckt, wie findig und aufmerksam die Guides waren und wie viele Gefahren und Hindernisse im Alltag lauern k\u00f6nnen. Zum anderen \u00fcberraschte es mich, mit wie viel Humor man mit den Behinderungen umgehen kann. Seitdem achte ich in der Stadt oft darauf, wie behindertengerecht zum Beispiel Stra\u00dfen\u00fcberg\u00e4nge oder L\u00e4den gebaut worden sind. Solche Erfahrungen h\u00e4tte ich ohne die Diakonie niemals gemacht, eigentlich ist der soziale Bereich so gar nicht meins, zumindest nicht zum Arbeiten. Die Seminare erf\u00fcllen also durchaus ihren Zweck und erweitern meinen Horizont.<\/p>\n<p>So sieht es im Moment in meinem Arbeits-\u201eAlltag\u201c aus. Falls ihr Fragen oder W\u00fcnsche habt, wor\u00fcber ich noch schreiben soll, dann meldet euch gerne bei mir.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-6245 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/becci_2.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/becci_2-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-6247\" srcset=\"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/becci_2-150x150.jpg 150w, https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/becci_2-45x45.jpg 45w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-6247'>\n\t\t\t\tStifte bef\u00fcllen\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/becci_rdp_stand.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/becci_rdp_stand-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-6248\" srcset=\"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/becci_rdp_stand-150x150.jpg 150w, https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/becci_rdp_stand-45x45.jpg 45w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-6248'>\n\t\t\t\tJugendhilfetag\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/redaktion_mauer.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/redaktion_mauer-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-6249\" srcset=\"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/redaktion_mauer-150x150.jpg 150w, https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/redaktion_mauer-45x45.jpg 45w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-6249'>\n\t\t\t\tanp-Redaktion\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rebecca \u201eBecci\u201c Haugwitz berichtet von ihrem Arbeitsalltag in der Bundeszentrale\u2026 Wo f\u00e4ngt man nur an, zu berichten\u2026? 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