{"id":30627,"date":"2023-05-03T14:32:04","date_gmt":"2023-05-03T12:32:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/?p=30627"},"modified":"2023-05-03T14:35:32","modified_gmt":"2023-05-03T12:35:32","slug":"rueckblick-auf-das-bundeslager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/allgemein\/rueckblick-auf-das-bundeslager\/","title":{"rendered":"R\u00fcckblick auf das Bundeslager"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein sachlicher Blick f\u00fcr Bundesrat und Bundesversammlung<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>2019<\/strong><br>Im M\u00e4rz 2019 vom BR bet\u00e4tigt sind wir zu viert angetreten nach vielen Bundeslagern in unterschiedlichsten Positionen nun selbst ein Bula zu leiten und unsere eigenen Schwerpunkte zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Dank geht auch nochmal an die damaligen Mitbewerber*innen die sich umgehend nach Abschluss der Vergabe an uns um andere Aufgaben im Bula bem\u00fcht haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2020<\/strong><br>Durch reine Onlinetreffen haben wir versucht die Organisation digital anzuschieben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2021<\/strong><br>Im September standen wir kurz davor das Bundeslager abzusagen. Die Organisation der Ressorts und Bereiche lief erst so wirklich im Oktober 2021 &nbsp;an und somit hatte sich die Vorbereitungszeit auf ein gutes halbes Jahr verk\u00fcrzt und es wurde zeitlich eng.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Personelle Ressourcen<\/strong><br>Dass sich in der Pandemie wenig Menschen f\u00fcr die \u00dcbernahme von langfristigen Aufgaben gewinnen lie\u00dfen, ist kein Geheimnis, denn diese Erfahrung konnten viele selbst machen. Zu gro\u00df waren die Planungsunsicherheiten bei vielen. Aber auch im Jahr 2019 war es schwerer als erwartet m\u00f6glich, Menschen f\u00fcr die \u00dcbernahme unterschiedlichster Verantwortungsbereiche zu gewinnen. Kaum jemand wollte zwei bis drei Jahre vor Lagerbeginn eine Zusage f\u00fcr ein Bundeslager machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sieht man von Menschen ab, die bundeslager\u00fcbergreifend dankenswerterweise immer wieder Ihre Erfahrung einbringen, kommen wir in einen sehr \u00fcberschaubaren Bereich an Personen. Das war Anlass genug 2021 eine ganze F\u00fchrungsebene (die Ressortleitungen) zu streichen und die Aufgaben in der Bundeslagerleitung selbst noch zus\u00e4tzlich zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den personellen Notstand konnten wir zwar immer wieder in den Bundesgremien berichten, aber trotz Ausschreibungen und Rohrpost nicht die erforderliche Anzahl an Menschen zusammen bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lediglich kurz vor dem Lager konnten noch helfende H\u00e4nde f\u00fcr Aufgaben ohne Vorbereitungst\u00e4tigkeit gefunden werden, aber bei der \u00dcbernahme von Leitungsfunktionen sah es durchweg d\u00fcrftig aus. Das f\u00fchrte zu einer Vielzahl von Ersatzl\u00f6sungen, in der sich Menschen f\u00fcr eine Aufgabe zerrissen haben. Was wiederum \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Personenverschlei\u00df oder mangelnde Qualit\u00e4t in einigen Bereichen zur Folge hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier dran wird von verschiedenen Stellen viel sachliche und leider auch unsachliche Kritik ge\u00e4u\u00dfert. Schlichtweg fehlten uns in den meisten F\u00e4llen einfach Menschen, die einer Aufgabe genug Zeit schenken konnten oder wollten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inhalte &amp; Programm<\/strong><br>Wir waren Neustadt! Gemeinsam mit allen Teilnehmenden und Mitarbeitenden des Bundeslagers 2022 haben wir eine sehr, sehr coole Zeltstadt erschaffen haben mit allem, was dazu geh\u00f6rt und hatten eine dynamische Spielgeschichte, in der sich wieder einmal das KISS-Prinzip bewahrheitet hatte und die mit der Wahl eines bayrischen B\u00fcrgermeisterteams endete. (Manchmal schreibt das Leben die interessantesten Geschichten.)<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glich geworden ist dies durch ein kleines, aber sehr engagiertes Programmteam und die Teillager, die verschiedene Ideen mitgetragen und Ihre eigenen dazu entwickelt haben. Auch hier w\u00e4ren mehr Menschen, besonders die die Verantwortung \u00fcbernehmen, nicht nur hilfreich, sondern notwendig gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die vielen F\u00e4den die hier zusammenlaufen, entsteht ein enorm hoher Organisationsaufwand. Von den Teilnehmenden\/Gruppenleitungen, \u00fcber die Workshopleitungen zu den Programmleitungen in den Teillagern und den Verantwortungsbereichen des zentralen Programms ist der Aufwand dies alles zu b\u00fcndeln und zusammen zu halten, nicht zu untersch\u00e4tzen und bedarf gr\u00f6\u00dferer Vorbereitung im Vorfeld.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf jedem Bundeslager ist dies ein Bereich, der sich immer ein bisschen neu erfindet. Dies ist einerseits w\u00fcnschenswert, weil dadurch Platz f\u00fcr neue und innovative Ideen und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten geschaffen wird. Zugleich stellt das neue Herausforderungen dar, weil sich immer wieder ein Team neu finden muss und nicht einfach an einem \u201cHandbuch oder How To\u201d entlang arbeiten kann. Grunds\u00e4tzlich ist festzuhalten, dass mehr und v.a. langfristig helfende H\u00e4nde w\u00fcnschenswert gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlussendlich ist festzuhalten, dass im Vorfeld sehr lang das Hauptaugenmerk auf infrastrukturellen Dingen liegt: Wo schlafen alle? Wie ist die Verpflegung? Wie die An- und Abreise organisiert? Erst zum Schluss richten v.a. Gruppenleitungen und andere Beteiligte ihren Fokus auf das Programm und untersch\u00e4tzen den damit einhergehenden organisatorischen Aufwand, der im Grunde dem des Bereitstellens einer funktionierenden Infrastruktur in nichts nachsteht. Deshalb ist die Kritik im Nachgang eines Bundeslagers v.a. in diesem Bereich sehr umfangreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Allen die sich hier eingebracht haben, vielen Dank.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Infrastruktur &amp; Versorgung<\/strong><br><strong>(SOS) Steuerung, Ordnung, Sicherheit<\/strong><br>SOS ist ein Bereich, welcher sich wie viele andere zu jedem Bundeslager ein St\u00fcck neu findet. Hier gelang es recht schnell, ein \u00fcberaus qualifiziertes Leitungsteam zu gewinnen. Dabei zeigt sich wieder einmal, mit welchen Kompetenzen unser Verband (und \u00fcber die b\u00fcndischen Verbindungen hinaus) aufwarten kann. Pfadfinder*innen aus den Bereichen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst \u00fcbernahmen hier Verantwortung und konnten insbesondere im Vorfeld die Beh\u00f6rden von unserer Professionalit\u00e4t \u00fcberzeugen. Besonderes Lob gab es w\u00e4hrend und auch nach dem Lager f\u00fcr das Verkehrskonzept, welches ein Chaos, wie bei anderen Lagern auf dem BZG, vermieden hat. Ebenso haben unsere klaren Regeln f\u00fcr ein gutes Zusammenleben mit den Anwohner*innen gesorgt. Aussagen, die dazu aus dem Dorf kamen: \u201cSch\u00f6n, dass ihr da wart. Im Ort hat man kaum etwas von euch bemerkt.\u201d Ein deutliches Lob, wie wir finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Problematisch war hier wie in eigentlich allen anderen Bereichen auch die Gewinnung von Mitarbeitenden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gesundheit<\/strong><br>Der Bereich Gesundheit war bei diesem Bundeslager insbesondere im Vorfeld deutlich mehr gefordert als bei vorherigen Lagern. Die Abstimmung mit den Beh\u00f6rden, das andauernde Einstellen auf sich st\u00e4ndig \u00e4ndernde Corona-Vorschriften und der innerverbandliche Diskurs zum Umgang mit der Pandemie bedeuteten einen erheblichen Zeitaufwand. Hierf\u00fcr an Michael R\u00f6mer und sein Team einen besonderen Dank f\u00fcr die Beratung und den oftmals intensiven, aber immer fairen Austausch.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir waren auf dem Lager mit unserem \u201cHospital\u201d sehr gut aufgestellt. Einige Kommentare meinten, zu gut. Wenn wir uns aber ansehen, dass bei schweren Unf\u00e4llen sofort ein qualifizierter Notarzt und ein Rettungsmittel eingesetzt werden konnten, um die notwendigen Ma\u00dfnahmen einzuleiten und damit Schlimmeres zu verhindern, war alles richtig und angemessen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Technik<\/strong><br>Das Team der Technik ist bei allen Gro\u00dflagern, so nat\u00fcrlich auch bei unserem Bundeslager, ein R\u00fcckgrat f\u00fcr die Veranstaltung. Wir hatten hier das gro\u00dfe Gl\u00fcck, dass dieses Team zum einen seit Jahren gemeinsam aktiv ist, zum anderen auch die Corona-Zeit personell gut \u00fcberstanden hat. Viele Dinge wurden bilateral, etwa mit \u00f6rtlichen Strom- und Wasserversorgern, abgesprochen und umgesetzt, so dass wir als Lagerleitung hier oftmals nur strategisch-beratend bzw. letztendscheidend t\u00e4tig waren. Die Technik verstand und versteht sich ausdr\u00fccklich als Servicedienstleister. Dies haben wir auch auf dem Lager wieder gesehen. Jedoch wurden regelm\u00e4\u00dfig Bedarfe und W\u00fcnsche kritisch hinterfragt und mit uns in den Diskurs gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Lagerplatz selbst bot zahlreiche Herausforderungen, die durch die Technik nahezu immer im Sinne eines guten Gelingens bew\u00e4ltigt werden konnten. Besonders positiv sollen zwei Dinge herausgestellt werden: Zum einen hat sich die Technikleitung fr\u00fchzeitig zu einem Generationenwechsel bekannt. Bereits in der Vorbereitung waren j\u00fcngere Menschen in die Planungen und Durchf\u00fchrung eingebunden und \u00fcbernehmen diesen Part nun in den kommenden Jahren. Hier ist erfolgreich der Wissenstransfer gelungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum anderen wurden durch die Technik w\u00e4hrend des Bundeslagers zahlreiche Dinge auf dem BZG erneuert, um diesen zukunftsf\u00e4hig zu machen. Zu nennen sind hier die Elektroversorgung im Bootshaus, die Beleuchtung in den neuen Schuppen und die Pumpenanlage. Ebenso wurde der Badesteg der Gemeinde zur Freude der Anwohner ausgebessert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Versorgung<\/strong><br>Die Verpflegung von mehreren tausend Menschen ist immer eine Herausforderung. Diese potenziert sich dann, wenn das Team und der Verband richtige und wichtige Anspr\u00fcche an diese hat, etwa Nachhaltigkeit und Regionalit\u00e4t. Hinzu kam auch bei diesem Bundeslager die besondere Situation der Pandemie. Eine fr\u00fchzeitige Kommunikation mit Lieferanten war nicht m\u00f6glich, manche gab es auch einfach nicht mehr. Eine Verpflegung auf einem Lager mit solchen Dimensionen und auch Anspr\u00fcchen bereitzustellen, die allen unterschiedlichen Erwartungen gerecht wird, kann nie die auferlegte Doktrin der Durchf\u00fchrenden sein.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Auswertung hat der Bereich durchaus viele Dinge aufgenommen, es sei hier stellvertretend nur ein Beispiel genannt: Dem sehr viel h\u00f6heren Bedarf an Milchersatzprodukten konnte auf dem Lager nicht mehr Rechnung getragen werden. Der Bedarf hat sich seit dem Bundeslager 2017 vervielfacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier sei nochmal ausdr\u00fccklich gesagt, dass ohne das schon erfahrene Team, das sich auf die schwierige Versorgungslage einstellen konnte, das Bundeslager auf diesem Niveau nicht h\u00e4tte stattfinden k\u00f6nnen. Deshalb auch der Dank an das Team an dieser Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Organisatorisches<\/strong><br><strong>Teillagersupport<\/strong><br>Der Teillagersupport war f\u00fcr uns als BLL und nach R\u00fcckmeldungen der Teillager auch f\u00fcr diese eine gro\u00dfartige Unterst\u00fctzung. Eine \u00e4hnliche Stabsstelle w\u00fcrden wir f\u00fcr weitere Bundeslager unbedingt empfehlen. Die Teillagerleitungen wurden bereits in der Planung ihrer Teillager geschult und unterst\u00fctzt. Es konnten viele Probleme proaktiv vermieden werden und die Verbindung zu den Teillagern wurde so deutlich k\u00fcrzer.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Finanzen<\/strong><br>Die reinen Zahlen gibt es ja im Finanzbericht, hier m\u00f6chten wir sagen, dass wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis sind. Wir konnten durch die Coronamittel und die vielen Teilnehmenden die massiven Preissteigerungen und Mehrausgaben auffangen, so dass wir unter dem Strich mit einer roten Null abgeschlossen haben. Auf eine nachtr\u00e4gliche Erh\u00f6hung des Teilnehmendenbeitrags konnte durch die F\u00f6rdermittel verzichtet werden. Der reale Beitrag f\u00fcr das Lager h\u00e4tte allerdings um die 300\u20ac gelegen. Dies wird auch eine Gr\u00f6\u00dfenordnung sein, an die wir uns f\u00fcrs n\u00e4chste Bula gew\u00f6hnen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lagerw\u00e4hrung<\/strong><br>Der Begriff M\u00fccken und Larven wird f\u00fcr uns und vielleicht auch f\u00fcr einige Teilnehmenden ab jetzt eine bleibende weitere Bedeutung behalten. F\u00fcr das Team Finanzen, welches auch Wechselgeld und Einnahmenverbuchung macht, war die Lagerw\u00e4hrung ein Erfolg, aus dem aber auch einige Lehren gezogen werden konnten. Die R\u00fcckmeldung von Seite der Oasen und Caf\u00e9s war ebenfalls mehrheitlich positiv. Es gab aber auch negatives Feedback. Wie eine Lagerw\u00e4hrung auf einem n\u00e4chsten Bundeslager aussehen kann, muss jedoch im Rahmen der n\u00e4chsten Vorbereitung entschieden werden. M\u00fcnzen haben wir jedenfalls noch. Diese wurden auch bereits verliehen und sind auch f\u00fcr mehrere Aktionen angefragt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kommunikation<\/strong><br>Die wichtigste Erfahrung zusammengefasst: Man kann so viel und so gut kommunizieren, wie man m\u00f6chte&#8230; Doch wenn Informationen nicht gelesen bzw. nicht aufgenommen werden, hilft das alles nichts. Trotz nie vorher dagewesenen Kommunikationsangeboten, wie Sprechstunden, Infofluss \u00fcber Podcasts, Online Schulungen oder Messengergruppen, gibt es immer noch genug Menschen, die auf dem Lager stehend zu uns sagen: von XY haben sie nichts gewusst.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist und bleibt es gef\u00fchlt ein Kampf gegen Windm\u00fchlen. Vielen Dank allen, die mitgek\u00e4mpft haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lama<\/strong><br>Jedes Bundeslager eine neue Software. Das war vergleichbar mit dem letzten Bula. Neu war, dass wir dieses Mal auf eine L\u00f6sung gesetzt haben, die von VCPern f\u00fcr den VCP geplant und entwickelt wurde. Das war f\u00fcr den Blumenstrau\u00df an speziellen Anforderungen, die wir haben wirklich ein Segen. Aber eine sich noch im Entstehen befindende Software sofort in den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Livebetrieb zu schmei\u00dfen, der Albtraum f\u00fcr jedes Entwicklungsteam. Bei allen Schwierigkeiten, die sich in so einer Konstellation ergeben, hat es immer noch au\u00dfergew\u00f6hnlich gut funktioniert. Und wir haben jetzt einen super Grundstein f\u00fcr die Landeslagerlagerversion, sowie f\u00fcr das n\u00e4chste Bula.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen, vielen Dank f\u00fcrs M\u00f6glichmachen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schutzkonzept<\/strong><br>Das Team achtsam &amp; aktiv um Katharina Siefer kam im Laufe der Vorbereitungen auf uns zu, um uns f\u00fcr dieses Thema zu sensibilisieren. Wir haben gesehen wie wichtig und relevant dies war, wenn auch aus einer anderen Perspektive. Wir waren dankbar, dass das Team sich mit vielen klugen Gedanken, Fachkompetenz und Herzblut eingebracht. Sie haben den Finger in eine Wunde gelegt. Sei es beim Thema F\u00fchrungszeugnisse oder Schulungen. Das war teilweise der ber\u00fchmte Spiegel, der uns als Verband vorgehalten wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Lager hat das Team neben der eigentlichen Aufgabe etwas \u00fcbernommen, was so nie geplant aber auch nicht vorauszusehen war, n\u00e4mlich die psychosoziale Betreuung. Kinder und Jugendliche und vereinzelt auch junge Gruppenleitungen wurden betreut, die aufgrund verschiedener Konfliktsituationen bis hin zu psychischen Dispositionen einen Bedarf hatten. Diese erbrachte Leistung kann gar nicht hoch genug bewertet werden und hat die Menschen von achtsam &amp; aktiv bis an ihre Grenzen gefordert!<\/p>\n\n\n\n<p>Hieraus resultiert aber auch eine Notwendigkeit f\u00fcr kommende Gro\u00dflager. Und zwar die Schaffung von Ressourcen f\u00fcr eben genannte psychosoziale Betreuung ggf. unter Einbindung von Notfallseelsorgern oder anderen kompetenten Menschen, die wir im Verband haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konflikte auf dem Bundeslager<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn viele unbekannte Menschen auf einem engen Raum zusammenleben, sind Konflikte von vornherein nicht auszuschlie\u00dfen. Vor allem nach zwei Jahren einer Pandemie in der Kontaktbeschr\u00e4nkung, Homeschooling\/Homeoffice und wenig reales Zusammentreffen an der Tagesordnung waren. Dies zeigte sich auf dem Bundeslager in verschiedenen Konstellationen. In Die besondere Pandemiesituation einzubeziehen ist nur konsequent; da die Kinder und Jugendliche und auch Gruppenleitungen aus einer Ausnahmesituation auf ein Lager mit 4500 Menschen kamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es kam zu K\u00f6rperverletzungen, Sachbesch\u00e4digungen und Bedrohungen. Dinge, die wir uns im Vorfeld so nicht vorgestellt hatten, die wir uns als Pfadfinder*innen vielleicht auch schwer vorstellen konnten. Einige Betroffene wurden durch uns als Bundeslagerleitung nach den Lagerregeln von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen, weitere Ma\u00dfnahmen pr\u00fcft der Bundesvorstand. Ebenso wurden Strafanzeigen erstattet.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine mangelnde F\u00e4higkeit zu Konfliktl\u00f6sungen oder Stratgien zur Bew\u00e4ltigung von Konfliktdynamik, die aus der Pandemie hervorgegangen ist, zeigte sich auch bei Anfeindungen gegen den bayrischen Landesverband und bayrische Teilnehmende. Hier wurde das vermeintliche \u201cAnderssein\u201d nicht in einem pfadfinderisch-demokratischen Diskurs besprochen, gel\u00f6st oder akzeptiert. Es kam zu Anfeindungen, die Menschen getroffen und betroffen gemacht haben. Es wurde auf verschiedenen Ebenen versucht auf diese Dynamik einzuwirken und v.a. sich der Problematik anzunehmen, mit unterschiedlichem Erfolg. F\u00fcr die Zukunft scheint es uns wichtig, dass sich der Verband mit diesem Ph\u00e4nomen befasst, Ausl\u00f6ser benennt und einen Umgang erarbeitet. Denn dieses Hindernis ist nicht erst auf dem Bundeslager entstanden und wird nicht damit enden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pers\u00f6nliches Fazit<\/strong><br><strong>Chrissi<\/strong><br>Bundeslagerleitung ist man mit ziemlicher Sicherheit nur 1x im Leben. Und manche meinen, dass sich ein Projekt wie das Bundeslager im Grunde nur in der Dimension von anderen Lagern unterscheidet. <br>Vermeintlich \u00e4hnliche Herausforderungen, vermeintlich vergleichbare H\u00fcrden und absehbarer organisatorischer Aufwand. <br>Denn es beginnt mit einer Idee von ein paar Leuten, dann werden Pl\u00e4ne konkreter, erste Ziele gesteckt, Konzepte verschriftlicht und die Suche nach Menschen f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Durchf\u00fchrung und Umsetzung beginnt. Doch schon da l\u00e4sst sich feststellen, dass die Unterschiede vielf\u00e4ltiger sind als sich auf den ersten Blick vermuten l\u00e4sst. Und sp\u00e4testens auf dem Lager selbst wird diesen Vergleich dann keiner mehr ziehen. Es ist nicht damit getan, Erfahrungswerte und Mengen kleinerer Lager einfach hochzuskalieren. Das Kommittent, das mit einem Bundeslager von einem selbst und den anderen ausgeht, ist enorm und zu keinem Zeitpunkt zu untersch\u00e4tzen. Deshalb ist an dieser Stelle noch einmal allen gedankt, die zu irgendeinem Zeitpunkt mit in dieses Projekt eingestiegen sind und einen Verantwortungsbereich \u00fcbernommen haben. Sie alle haben Gro\u00dfartiges fast Unbeschreibliches geleistet und ohne diese vielen helfenden H\u00e4nde, h\u00e4tte es das VCP Bundeslager 2022 nicht gegeben. <br>Dieses Vorhaben dann auch noch durch eine Pandemie zu bringen, war zwischendurch mehr als anspruchsvoll.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Zukunft w\u00fcnsche ich mir, dass wir im Verband Ideen entwickeln und Prozesse generieren, die es erm\u00f6glichen, ein Projekt wie ein Bundeslager derart zu organisieren und verbandsseitig zu unterst\u00fctzen, dass verantwortungsvoll mit den Ressourcen aller Beteiligten umgegangen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Lieber Daniel, lieber Tom, ihr seid ph\u00e4nomenal und mit euch beiden w\u00fcrde ich solchen Wahnsinn jederzeit wieder machen. Liebe Lisa, die gr\u00f6\u00dfte Anerkennung f\u00fcr dich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tom<\/strong><br>Wir haben trotz aller Unw\u00e4gbarkeiten gemeinsam ein tolles Erlebnis f\u00fcr unsere Kinder und Jugendlichen geschaffen. Es war richtig wichtig, dass wir gemeinsam mit dem Bundesvorstand und den Gremien den Entschluss getroffen haben, dieses Lager unter allen Umst\u00e4nden durchzuf\u00fchren, um die Defizite aus der Pandemiezeit ein St\u00fcck weit zu kompensieren und auch f\u00fcr den Verband einen Neustart zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider war es an vielen Stellen schwierig, Menschen verbindlich f\u00fcr eine Aufgabe und die Planung von Bereichen und Themen zu gewinnen. Das hat f\u00fcr einige wenige eine hohe Belastung bedeutet. Hier w\u00fcrde ich mir f\u00fcr die kommenden Bundeslager mehr Engagement w\u00fcnschen. Dies im Wissen, dass die Pandemie in vielen St\u00e4mmen, Bezirken und L\u00e4ndern ebenfalls zu erheblichen Problemen gef\u00fchrt hat. Trotz allem war es toll, mit so vielen Menschen zusammenzuarbeiten und die R\u00e4dchen dann am Ende auf dem BZG auch zumeist ineinandergreifen zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es auch Konflikte. Wir haben gesehen, was f\u00fcr Auswirkungen die Pandemiezeit insbesondere auf unsere Kinder und Jugendlichen hatte. Zusammenleben mit vielen (unbekannten) Menschen und die demokratische sowie pfadfinderische L\u00f6sung von Konflikten muss erst wieder gelernt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein tolles Erlebnis ein solches Bundeslager mit und f\u00fcr euch gestalten zu d\u00fcrfen, das hat auch mir viel gegeben. Besonderen Dank an Chrissi und Daniel, es war mir ein Fest!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Daniel<\/strong><br>Man kann sich viel Vornehmen und sich auf Dinge fokussieren, um diese zu verbessern. Aber daf\u00fcr wird es wieder andere Dinge geben, die nicht so gut laufen, weil sie dieses Mal nicht wie beim letzten Mal funktioniert haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gesamtleistung, die von den Menschen in diesem Verband aufgebracht werden muss, um ein Bundeslager auf die Beine zu stellen, ist verdammt hoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir dies in Zukunft noch schaffen wollen, dann m\u00fcssen wir an mehr Stellen standardisierte Prozesse schaffen und beschlie\u00dfen. An zu vielen Stellen erfinden wir das Rad buchst\u00e4blich immer wieder neu.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders im organisatorischen und programmatischen Bereich sind wir zu sehr vom Wissen einzelner Menschen abh\u00e4ngig. Von allen Aufgaben die ich bis jetzt im Verband wahrnehmen durfte, ist diese bis jetzt die anspruchsvollste gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Dank an alle die sich den Hintern f\u00fcr dieses Lager aufgerissen haben, euer Einsatz ist unbezahlbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Chrissi, lieber Tom, vielen Dank, dass Ihr das mit durchgezogen habt. Ihr seid gro\u00dfartig. Liebe Lisa, Du hattest eine der schwersten Entscheidungen zu treffen, als Du von der Aufgabe zur\u00fcckgetreten bist. Vielen Dank f\u00fcr alles, was Du in dieses Projekt gesteckt hast und dass Du mir den R\u00fccken freigehalten hast, ich h\u00e4tte es sonst nicht geschafft.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein sachlicher Blick f\u00fcr Bundesrat und Bundesversammlung 2019Im M\u00e4rz 2019 vom BR bet\u00e4tigt sind wir zu viert angetreten nach vielen Bundeslagern in unterschiedlichsten Positionen nun selbst ein Bula zu leiten und unsere eigenen Schwerpunkte zu setzen. 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