{"id":27164,"date":"2022-11-01T20:57:45","date_gmt":"2022-11-01T19:57:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/?p=27164"},"modified":"2022-11-17T12:35:07","modified_gmt":"2022-11-17T11:35:07","slug":"dbjr-beschluss-migrationspolitik-ist-jugendpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/jugendpolitik\/dbjr-beschluss-migrationspolitik-ist-jugendpolitik\/","title":{"rendered":"DBJR-Beschluss: Migrationspolitik ist Jugendpolitik"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"ce-news--teaser\">Die Vollversammlung des Bundesjugendrings hat am 28.\/29.10.2022 die Position \u201eMigrationspolitik ist Jugendpolitik \u2013 Jugendverb\u00e4nde und Jugendringe als Akteure der Migrationspolitik anerkennen und einbeziehen\u201c beschlossen.<\/h3>\n<div><\/div>\n<div class=\"ce-news--bodytext\">\n<p>Mehr als ein Drittel aller jungen Menschen in Deutschland hat heute nach Angaben des Statistischen Bundesamts einen sogenannten Migrationshintergrund.<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a>\u00a0Je j\u00fcnger die Altersgruppe, desto h\u00f6her der Anteil. Diese Entwicklung h\u00e4lt seit Jahren an. Als selbstorganisierte Interessensvertretungen junger Menschen in Deutschland ist Migration f\u00fcr uns als Jugendverb\u00e4nde und Jugendringe daher ein Querschnittsthema f\u00fcr unsere jugendpolitische Arbeit. Anders formuliert: Jugendpolitik und Migrationspolitik geh\u00f6ren untrennbar zusammen.<\/p>\n<p class=\"western\">F\u00fcr unsere politische Arbeit ergeben sich daraus folgende Anliegen und Forderungen:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"western\">Jugendverb\u00e4nde und Jugendringe als Akteure der Migrationspolitik anerkennen und beteiligen<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"western\">(Post)migrantische Jugendverb\u00e4nde gezielt f\u00f6rdern und st\u00e4rken<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"western\">Wahlrecht auf alle (jungen) Menschen mit Lebensmittelpunkt Deutschland ausweiten<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"western\">Aufenthalts- und Staatsangeh\u00f6rigkeitsrecht modernisieren<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"western\">Strukturelle Diskriminierung bek\u00e4mpfen \u2013 sozial-\u00f6konomische Teilhabe junger Menschen verwirklichen<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"western\">Mehrsprachigkeit junger Menschen als Normalit\u00e4t anerkennen und als Kompetenz f\u00f6rdern<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3 class=\"western\"><strong>Jugendverb\u00e4nde und Jugendringe als Akteure der Migrationspolitik anerkennen und beteiligen<\/strong><\/h3>\n<p class=\"western\">Die Konsultation zivilgesellschaftlicher Organisationen, vor allem von (post)migrantischen, neuen deutschen und Migrant*innenselbstorganisationen sowie Zusammenschl\u00fcssen von BIPoC<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a>, im Bereich der Migrations- und Integrationspolitik hat sich auf Bundes-, aber auch auf Landes- und kommunaler Ebene zunehmend etabliert. Eine Vielfalt von Netzwerken b\u00fcndelt die Stimmen dieser Akteur*innen gegen\u00fcber Entscheidungstragenden in Politik und Verwaltung. Das ist das Verdienst jahr(zehnt)elangen Engagements von Einzelpersonen, Vereinen und Verb\u00e4nden. Hierbei sind jedoch selbstorganisierte Jugendorganisationen immer noch unterrepr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p class=\"western\">Angesichts der demografischen Entwicklungen m\u00fcssen besonders auch Jugendverb\u00e4nde in diesem Kontext auf allen politischen Ebenen noch sehr viel mehr als bisher als Akteure der Migrationspolitik anerkannt und entsprechend einbezogen werden. Sie sind etablierte Strukturen, in denen Kinder und Jugendliche selbstorganisiert zusammenkommen, ihre Bedarfe artikulieren, Entscheidungen treffen und Verantwortung tragen. Besondere Ber\u00fccksichtigung muss dabei Jugendverb\u00e4nden zukommen, die im Bereich Migration einen verbandlichen Schwerpunkt setzen und\/oder sich explizit als Migrant*innenjugendselbstorganisationen, (post)migrantische bzw. neue deutsche Jugendorganisationen oder als Zusammenschl\u00fcsse von BIPoC verstehen.<\/p>\n<h3 class=\"western\"><strong>(Post)migrantische Jugendverb\u00e4nde gezielt f\u00f6rdern und st\u00e4rken<\/strong><\/h3>\n<p class=\"western\">Auf Bundesebene werden seit 2013 ausgew\u00e4hlte Migrant*innenselbstorganisationen, (post)migrantische und neue deutsche Organisationen sowie Zusammenschl\u00fcsse von BIPoC gezielt in ihrer strukturellen Entwicklung vom Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (BAMF) mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern und f\u00fcr Heimat (BMI) gef\u00f6rdert. Ziel dieser Strukturf\u00f6rderung ist es, sie in ihrer Rolle als Ansprechpartner*innen und Interessenvertretungen f\u00fcr Verwaltung und Politik auf Bundesebene zu st\u00e4rken und ihre Expertise f\u00fcr die bundesweite Migrationspolitik nutzbar zu machen. Finanzielle F\u00f6rderung und professionelle Organisationsentwicklung wirken hier zusammen.<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\">Angesichts der anhaltenden demografischen Entwicklung braucht es innerhalb des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) sowie der entsprechenden F\u00f6rderinstrumente auf Landes- und kommunaler Ebene eine dem BMI-Ansatz vergleichbare F\u00f6rderung. Der Bundesjugendring setzt sich daf\u00fcr ein, dass im Bundeshaushalt hierf\u00fcr zus\u00e4tzliche Mittel f\u00fcr den KJP bereitgestellt werden. Nur durch verl\u00e4ssliche finanzielle Zuwendungen und begleitende Unterst\u00fctzungs- und Qualifizierungsma\u00dfnahmen k\u00f6nnen (post)migrantische Jugendverb\u00e4nde eine bundesweite \u2013 das hei\u00dft auch strukturschwache Regionen und Bundesl\u00e4nder abdeckende \u2013 Infrastruktur etablieren. Einen erh\u00f6hten strukturellen Nachholbedarf gibt es in den \u00f6stlichen Bundesl\u00e4ndern. Gezielte F\u00f6rderung ist die Voraussetzung daf\u00fcr, dass (post)migrantische Jugendverb\u00e4nde in ganz Deutschland attraktive Angebote f\u00fcr ihre Zielgruppen gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen und in der Lage sind, gegen\u00fcber Dritten ihre Rolle als Interessenvertretungen zu von ihnen selbst gew\u00e4hlten Themen effektiv wahrzunehmen.<\/p>\n<p class=\"western\">Grunds\u00e4tzlich braucht es im Kontext einer (post)migrantischen Gesellschaft einen machtkritischen Blick auf Voraussetzungen und Rahmenbedingungen staatlicher F\u00f6rdermittelvergabe. F\u00f6rderstrukturen m\u00fcssen so gestaltet werden, dass in einer vielf\u00e4ltiger werdenden Gesellschaft auch neue Selbstorganisationen ihren Platz in der Zivilgesellschaft finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3 class=\"western\"><strong>Wahlrecht auf alle (jungen) Menschen mit Lebensmittelpunkt Deutschland ausweiten<\/strong><\/h3>\n<p class=\"western\">Politische Teilhabe kann ganz unterschiedliche Formen annehmen. Aber das Wahlrecht ist von herausragender Bedeutung f\u00fcr die demokratische Mitgestaltung. W\u00e4hrend Jugendverb\u00e4nde und Jugendringe schon lange die Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre fordern<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a>, bleibt weiterhin ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung ausgeschlossen: In Deutschland sind auf Bundesebene \u00fcber 12 % der Bev\u00f6lkerung \u2013 das hei\u00dft \u00fcber 10 Millionen Menschen \u2013 nicht wahlberechtigt, weil sie nicht die deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit haben. Selbst in Deutschland lebende EU-B\u00fcrger*innen d\u00fcrfen nur an Kommunal- und Europawahlen teilnehmen. Allen anderen Drittstaatsangeh\u00f6rigen \u2013 also fast 6 Millionen Menschen ohne Staatsb\u00fcrgerschaft eines EU-Landes \u2013 ist jegliche demokratische Mitbestimmung versagt<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a>. Im europ\u00e4ischen Vergleich ist Deutschland damit bei der Gew\u00e4hrung des Wahlrechts besonders streng. Diese Diskrepanz zwischen Bev\u00f6lkerung und W\u00e4hlerschaft ist unhaltbar.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Kn\u00fcpfung des Wahlrechts an die Staatsangeh\u00f6rigkeit muss aufgehoben werden. Wer seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hat, muss Einfluss auf sein Lebensumfeld nehmen k\u00f6nnen. Die genauen Voraussetzungen, unter anderem die Mindestaufenthaltsdauer, sind gesetzlich zu regeln. Deutschland ist Einwanderungsland und muss sein Wahlrecht an diese Realit\u00e4t anpassen. Aktuell bilden Parlamente, Parteien und migrationspolitische Rahmenbedingungen diese Realit\u00e4t nicht ansatzweise ab. Rechtsextremistische und rassistische parlamentarische Akteur*innen agieren in dem Wissen, dass viele der betroffenen Personen ihnen nicht an der Wahlurne antworten k\u00f6nnen. Die Ausweitung des Wahlrechts ist notwendig f\u00fcr die St\u00e4rkung unserer Demokratie.<\/p>\n<h3 class=\"western\"><strong>Aufenthalts- und Staatsangeh\u00f6rigkeitsrecht modernisieren<\/strong><\/h3>\n<p class=\"western\">Das Aufenthalts- und Staatsangeh\u00f6rigkeitsrecht passt nicht zur gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Es steht im Widerspruch zu den Lebensrealit\u00e4ten vieler junger Menschen, die hier geboren sind, ihre ganze oder gro\u00dfe Teile ihrer Kindheit und Jugend hier verbracht haben und keinen anderen Lebensmittelpunkt als Deutschland kennen \u2013 aber dennoch nicht die deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit oder einen gesicherten Aufenthaltsstatus haben. (Ketten)Duldung, ungekl\u00e4rte Aufenthaltssituation oder \u00c4hnliches bedeuten f\u00fcr junge Drittstaatsangeh\u00f6rige, jederzeit aus der eigenen Lebenswelt abgeschoben werden zu k\u00f6nnen. Wir sind gegen Entrechtungsgesetze, Sanktionsma\u00dfnahmen und jahrelange Rechtsunsicherheiten, die junge Menschen und ihre Familien belasten oder sogar voneinander getrennt halten. Fehlende Langzeitperspektiven sowie fortw\u00e4hrender beh\u00f6rdlicher Druck produzieren Unsicherheit und Stress, kosten Zeit und Energie \u2013 mit negativen Auswirkungen auf (mentale) Gesundheit und Zukunftschancen junger Menschen.<\/p>\n<p class=\"western\">Jungen Menschen mit Lebensmittelpunkt in Deutschland muss der Weg zu einem gesicherten Aufenthaltsstatus und auch zu einer schnellen und einfachen Einb\u00fcrgerung offenstehen. Auf Wunsch m\u00fcssen bisherige Staatsangeh\u00f6rigkeiten beibehalten werden d\u00fcrfen. Die rechtlichen Grundlagen, Voraussetzungen und Verfahren f\u00fcr den Aufenthalt und die Einb\u00fcrgerung in Deutschland m\u00fcssen dazu grunds\u00e4tzlich reformiert und modernisiert werden. Alle in Deutschland lebenden jungen Menschen m\u00fcssen gleichberechtigten Zugang zu Rechten, Chancen und Sozialleistungen haben. Die UN-Kinderrechtskonvention, die auch Deutschland ratifiziert hat, geh\u00f6rt vollumf\u00e4nglich umgesetzt und ihre Verankerung im Grundgesetz muss folgen.<\/p>\n<h3 class=\"western\"><strong>Strukturelle Diskriminierung bek\u00e4mpfen \u2013 Sozial-\u00f6ko<\/strong><strong>no<\/strong><strong>mische Teilhabe junger Menschen verwirklichen<\/strong><\/h3>\n<p class=\"western\">Die Zahl der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen w\u00e4chst seit Jahren kontinuierlich an, obwohl der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbev\u00f6lkerung gleichbleibend niedrig ist. Besonders betroffen sind junge Menschen in der Altersgruppe von 18 Jahren bis Mitte 20; also in der Lebensphase, die von systemischen \u00dcberg\u00e4ngen in Ausbildung, Studium oder Beruf gepr\u00e4gt ist und oft Ortswechsel mit sich bringt<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a>. Grund ist vor allem die politisch verankerte Kn\u00fcpfung der Startchancen junger Menschen an ihre famili\u00e4re Situation. So werden soziale Ungleichheiten schon in jungen Jahren fortgeschrieben und verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p class=\"western\">Junge Menschen mit Migrationsbiografie sind in ihrer sozial-\u00f6konomischen Teilhabe zus\u00e4tzlich benachteiligt, weil sie struktureller Diskriminierung ausgesetzt sind: im Bildungswesen, am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, durch Beh\u00f6rden, am Wohnungsmarkt, im Gesundheitswesen sowie bei Alltagsgesch\u00e4ften und in ihrer Freizeit. Schlechte Empfehlungen durch Lehrer*innen, nicht anerkannte Bildungs- und Berufsabschl\u00fcsse sowie eine fehlende Arbeitserlaubnis sind nur einige Beispiele daf\u00fcr, wie die Teilhabe junger Menschen mit Migrationsbiografie aktiv und langfristig verhindert wird.<\/p>\n<p class=\"western\">Es ist daher dringend notwendig, dass es auf allen politischen Ebenen wirksame Antidiskriminierungsgesetze gibt, diese gegen\u00fcber staatlichen Institutionen und der Privatwirtschaft konsequent umgesetzt und bei Bedarf rasch nachgesch\u00e4rft werden. Es muss politisch sichergestellt werden, dass junge Menschen in Deutschland dieses Recht auf Schutz vor Diskriminierung auch effektiv einfordern k\u00f6nnen, damit ihre Teilhabe vollumf\u00e4nglich verwirklicht werden kann.<\/p>\n<h3 class=\"western\"><strong>Mehrsprachigkeit junger Menschen als Normalit\u00e4t anerkennen und als Kompetenz f\u00f6rdern<\/strong><\/h3>\n<p class=\"western\">Immer mehr junge Menschen in Deutschland wachsen mehrsprachig auf<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a>. Viele Familien haben andere Familiensprachen als Deutsch. H\u00e4ufig machen Kinder und Jugendliche die Erfahrung, dass ihre Mehrsprachigkeit als Defizit gelabelt und prim\u00e4r als Herausforderung f\u00fcr k\u00fcnftige Bildungserfolge gesehen wird. Das gilt vor allem, wenn es sich bei den Familiensprachen um nicht-westeurop\u00e4ische Sprachen handelt. Diese Stigmatisierung von Sprachen ist diskriminierend und wirkt sich negativ auf das Selbstbild junger Menschen aus.<\/p>\n<p class=\"western\">In allen gesellschaftlichen Bereichen \u2013 am Arbeitsmarkt, in Beh\u00f6rden sowie im Gesundheits- und Bildungswesen etc. \u2013 muss Mehrsprachigkeit als Normalit\u00e4t und Kompetenz anerkannt werden. Bei Bedarf m\u00fcssen in diesen Kontexten professionelle Dolmetscher*innen oder Sprachmittler*innen bereitgestellt werden. Besonders im von den Bundesl\u00e4ndern verantworteten Bildungswesen muss Mehrsprachigkeit fester Teil der Bildungskonzepte sein und herkunftssprachlicher Unterricht fl\u00e4chendeckend angeboten werden, damit junge Menschen ihre Sprachkompetenzen vollumf\u00e4nglich ausbilden k\u00f6nnen (Multiliteralit\u00e4t). Lehrpersonal muss standardm\u00e4\u00dfig f\u00fcr den Wert von Mehrsprachigkeit sensibilisiert werden und diese als Ressource wahrnehmen.<\/p>\n<p><em>Einstimmig bei 6 Enthaltungen beschlossen in der DBJR-Vollversammlung am 28.\/29.10.2022.<\/em><\/p>\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/zahlen-und-fakten\/soziale-situation-in-deutschland\/150599\/bevoelkerung-mit-migrationshintergrund-nach-alter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/zahlen-und-fakten\/soziale-situation-in-deutschland\/150599\/bevoelkerung-mit-migrationshintergrund-nach-alter\/<\/a><\/p>\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/glossar.neuemedienmacher.de\/glossar\/people-of-color-poc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/glossar.neuemedienmacher.de\/glossar\/people-of-color-poc\/<\/a><\/p>\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bmi.bund.de\/DE\/themen\/heimat-integration\/integration\/migrantenorganisationen\/migrantenorganisationen-node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.bmi.bund.de\/DE\/themen\/heimat-integration\/integration\/migrantenorganisationen\/migrantenorganisationen-node.html<\/a><\/p>\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/xtra\/wahlaltersenken\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.dbjr.de\/xtra\/wahlaltersenken<\/a><\/p>\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/mediendienst-integration.de\/fileadmin\/Dateien\/Infopapier_Vielfalt_in_der_Politik.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ht<\/a><a href=\"https:\/\/mediendienst-integration.de\/fileadmin\/Dateien\/Infopapier_Vielfalt_in_der_Politik.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">tps:\/\/mediendienst-integration.de\/fileadmin\/Dateien\/Infopapier_Vielfalt_in_der_Politik.pdf<\/a>\u00a0und<br \/>\n<a href=\"https:\/\/mediendienst-integration.de\/integration\/politische-teilhabe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/mediendienst-integration.de\/integration\/politische-teilhabe.html<\/a><\/p>\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.jugendgerecht.de\/eigenstaendige-jugendpolitik\/debatten-dialog\/arme-jugendliche-von-der-politik-vergessen-\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.jugendgerecht.de\/eigenstaendige-jugendpolitik\/debatten-dialog\/arme-jugendliche-von-der-politik-vergessen-\/<\/a><\/p>\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/www.dbjr.de\/artikel\/migrationspolitik-ist-jugendpolitik#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/mediendienst-integration.de\/integration\/mehrsprachigkeit.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/mediendienst-integration.de\/integration\/mehrsprachigkeit.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vollversammlung des Bundesjugendrings hat am 28.\/29.10.2022 die Position \u201eMigrationspolitik ist Jugendpolitik \u2013 Jugendverb\u00e4nde und Jugendringe als Akteure der Migrationspolitik anerkennen und einbeziehen\u201c beschlossen. 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