{"id":25190,"date":"2022-03-23T19:45:46","date_gmt":"2022-03-23T18:45:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/?p=25190"},"modified":"2022-03-24T09:25:29","modified_gmt":"2022-03-24T08:25:29","slug":"ukraine-hilfsaktion-des-stammes-martin-luther-king-frankenthal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/ukraine\/ukraine-hilfsaktion-des-stammes-martin-luther-king-frankenthal\/","title":{"rendered":"Ukraine-Hilfsaktion des Stammes Martin-Luther-King Frankenthal"},"content":{"rendered":"<p>Wir, der Stamm <a href=\"https:\/\/www.vcp-mlk.de\/\">Martin-Luther-King<\/a>, haben unsere eigene Hilfsaktion f\u00fcr die Ukraine organisiert. Das alles wurde doch nur durch unsere Spender*innen\u00a0 m\u00f6glich. Am Dienstag, den 15.03.2022, sammelten wir von 10:00 bis 20:00 Uhr Sachspenden im Dathenushaus. Dabei h\u00e4tten wir nie mit so vielen Spenden gerechnet. Nachdem alles am selben Tag noch vor Ort sortiert, verpackt und beschriftet wurde, lagerten wir die Sachen im Foyer des Dathenushaus. Freitagmittag ging dann das gro\u00dfe Packen los. Die Stadtwerke stellten uns f\u00fcnf Fahrzeuge aus ihrem Pool zur Verf\u00fcgung. Zus\u00e4tzlich leisteten diese eine Geldspende in H\u00f6he von 10.000 EUR, mit welchen wir unter anderem die Spritkosten und die komplette Verpflegung begleichen konnten. Um 14:00 Uhr holten wir die Autos bei den Stadtwerken ab und fuhren zum Dathenushaus, wobei wir nat\u00fcrlich rund um dieses ein Verkehrschaos ausl\u00f6sten. Bei den Autos handelte es sich um einen VW Sharan, einen VW Passat, einen Ford Galaxy, einen Mercedes Vito und einen Kia Sorento. Nachdem wir die Autos bis obenhin vollgeladen hatten, bemerkten wir, dass nicht alle Sachspenden in unsere Autos passen w\u00fcrden. Also lagerten wir die \u00dcbrigen im Diakonissenhaus, bis wir abgekl\u00e4rt hatten, was damit passieren sollte. Eins war sicher: Diese sollen unter allen Umst\u00e4nden in die Ukraine!<\/p>\n<figure id=\"attachment_25259\" aria-describedby=\"caption-attachment-25259\" style=\"width: 2048px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Bild-Grenze-Polen-Ukraine.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-25259 size-full\" src=\"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Bild-Grenze-Polen-Ukraine.jpeg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1536\" srcset=\"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Bild-Grenze-Polen-Ukraine.jpeg 2048w, https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Bild-Grenze-Polen-Ukraine-300x225.jpeg 300w, https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Bild-Grenze-Polen-Ukraine-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Bild-Grenze-Polen-Ukraine-768x576.jpeg 768w, https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Bild-Grenze-Polen-Ukraine-1536x1152.jpeg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-25259\" class=\"wp-caption-text\">An der Grenze Foto: VCP Stamm Martin Luther King Frankenthal<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Somit ging es dann um ca. 15:30 Richtung Bobenheim-Roxheim zur Mertel GmbH, um unsere Autos wiegen zu lassen. Denn es bringt niemandem etwas, wenn diese \u00fcberladen sind und wir unterwegs dann kontrolliert werden w\u00fcrden. Gl\u00fccklicherweise waren alle Autos unter dem zugelassenen Gesamtgewicht.<\/p>\n<p>Gegen 16:00 Uhr begannen wir dann unsere geplante 13-st\u00fcndige Autofahrt zur polnisch-ukrainischen Grenze. Alle drei Stunden wechselten wir die Fahrer und machten ausgiebige Pausen, da wir weder unter Zeitdruck standen noch die Gefahr eines Unfalls aufgrund von M\u00fcdigkeit in Kauf nehmen wollten. Gegen 3:00 Uhr nachts entschieden wir, uns f\u00fcr ein\/zwei Stunden auf einen Rastplatz zu stellen und ein bisschen zu schlafen.<\/p>\n<p>Somit ging es dann gegen ca. 5:00 Uhr weiter dem Sonnenaufgang entgegen. Drei Stunden sp\u00e4ter erreichten wir die Grenze. Gro\u00dfe Schilder warnten uns vor der Weiterfahrt und stellten klar, dass es in wenigen Kilometern in die Ukraine gehen w\u00fcrde. Unser Plan war, sich im Grenzbereich zwischen Polen und der Ukraine mit einem Sprinter zu treffen. Doch dieser Plan wurde uns zunichte gemacht. Denn der Sprinter durfte weder aus der Ukraine noch wir aus Polen heraus. Somit mussten wir uns nach sechs Stunden warten einen anderen Plan \u00fcberlegen. Wir fuhren also zu einem Grenz\u00fcbergang ca. 30 km n\u00f6rdlich. Dort hatten wir Gl\u00fcck, denn wir durften passieren.<\/p>\n<p>Nach einer ausgiebigen Kontrolle mit Personen- und Halterabfrage durften wir in den gesicherten Bereich zwischen der Grenze zu Polen und der Ukraine. Keine 10 Minuten sp\u00e4ter erreichte uns auch der Sprinter. Dann ging alles sehr schnell. Wir stellten unsere f\u00fcnf Autos im Kreis um den Sprinter und fingen an, auszuladen. Alles passte perfekt, sodass sich dieser nach guten 15 Minuten vollgeladen auf den Weg nach Lwiw machen konnte. Dort w\u00fcrden die Hilfsg\u00fcter umgeladen und weiter in das Kriegsgebiet der Stadt Mariupol transportiert werden. Wir machten uns wieder auf den Weg durch die Grenzkontrolle. Das ganze Umladen mit den Grenzkontrollen dauerte ca. 2 Stunden.<\/p>\n<p>Direkt im Anschluss suchten wir in einer Zeltstadt Fl\u00fcchtende, die mit uns den R\u00fcckweg antreten wollen. Dies erwies sich jedoch schwerer als gedacht. Zum einem waren um die Uhrzeit schon viele weg, zum anderem ist Frankfurt bzw. ganz Deutschland vielen einfach zu weit von der Heimat entfernt. Denn viele hoffen, dass der Krieg in den n\u00e4chsten Wochen beendet ist und die Gefl\u00fcchteten dann wieder zur\u00fcck in die Ukraine k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Somit machten wir uns mit zwei Kleinfamilien auf den Weg in ein weiteres, deutlich gr\u00f6\u00dferes Fl\u00fcchtlingslager. Dabei halfen uns die Ukrainisch-K\u00fcnsten von Herrn Kurnosov (Mitarbeiter der Stadtwerke Frankenthal) der netterweise das Dolmetschen \u00fcbernahm. Dort angekommen mussten sich die Fahrer bei der \u00f6rtlichen Polizei registrieren lassen, den Zielort angeben und dann wurden Durchsagen get\u00e4tigt. Doch auch hier wollte Niemand mit nach Deutschland. Nachdem wir noch ca. eine halbe Stunde gewartet hatten, verlie\u00dfen wir die Fl\u00fcchtlingsunterkunft und machten uns endg\u00fcltig auf den Heimweg. Die \u00dcberlegung stand im Raum, dass wir zus\u00e4tzlich am Bahnhof in Krakau halten w\u00fcrden, jedoch entschieden wir uns dagegen, da alle Fahrer schon ziemlich m\u00fcde waren und wir dort auch erst gegen 23:00 Uhr angekommen w\u00e4ren. Also machten wir uns mit 6 belegten von m\u00f6glichen 16 Pl\u00e4tzen auf den Heimweg.<\/p>\n<p>Gegen 3:00 Uhr splitteten wir die Gruppe auf. Vier Autos blieben auf einem Rasthof stehen, um wie auf dem Hinweg ein bisschen zu schlafen. Ein Auto fuhr direkt weiter nach Offenbach, um dort die eine Kleinfamilie bei einem Bekannten unterzubringen. Gegen 9:00 Uhr war das erste Auto dann zur\u00fcck in Frankenthal, die anderen vier Autos folgten gegen 14:00 Uhr.<\/p>\n<p>Auch wenn wir leider nicht so viele Fl\u00fcchtende mitnehmen konnten, war die Aktion ein voller Erfolg. Die Hilfsg\u00fcter, welche gerade in Mariupol dringend gebraucht werden, sind gut und sicher bei den richtigen Leuten eingetroffen. Denn die Lage vor Ort ist kritisch \u2013 viele Ukrainer*innen fl\u00fcchten auf eigene Faust aus der Stadt und sind sowohl dem Hunger- als auch dem K\u00e4ltetod sehr nahe.<\/p>\n<p>Das gespendete Geld, was sich auf dem Konto unseres F\u00f6rdervereins befindet, h\u00e4tte f\u00fcr eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Aktion gereicht. Deswegen sind wir bereits am \u00dcberlegen, inwiefern wir eine weitere Aktion starten und somit das Geld sinnvoll f\u00fcr die Ukraine und die gefl\u00fcchteten Personen nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend wollen wir uns bei den Stadtwerken Frankenthal bedanken, ohne die diese Hilfsaktion so nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Auch f\u00fcr die sehr gro\u00dfz\u00fcgige Spende bedanken wir uns. Nat\u00fcrlich auch einen gro\u00dfen Dank an die Spenderinnen und Spender, wovon einige sehr gro\u00dfz\u00fcgig waren. Des Weiteren gilt unser Dank allen Helferinnen und Helfer, seien es die Sipplinge aus unserem Stamm oder Frau Gaug, die uns beim Sammeln der Spenden in den R\u00e4umen im Dathenushaus unterst\u00fctzte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ihr seid auch in der Ukraine-Hilfe aktiv und m\u00f6chtet dar\u00fcber berichten?<\/strong><\/p>\n<p>Dann schreibt uns an <a href=\"redaktion@vcp.de\">redaktion@vcp.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir, der Stamm Martin-Luther-King, haben unsere eigene Hilfsaktion f\u00fcr die Ukraine organisiert. Das alles wurde doch nur durch unsere Spender*innen\u00a0 m\u00f6glich. Am Dienstag, den 15.03.2022, sammelten wir von 10:00 bis 20:00 Uhr Sachspenden im Dathenushaus. Dabei h\u00e4tten wir nie mit so vielen Spenden gerechnet. 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