{"id":21776,"date":"2021-05-11T07:38:23","date_gmt":"2021-05-11T05:38:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/?p=21776"},"modified":"2021-05-11T07:38:23","modified_gmt":"2021-05-11T05:38:23","slug":"oekt-stellt-sich-schwierigen-themen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/oekumenischer-kirchentag\/oekt-stellt-sich-schwierigen-themen\/","title":{"rendered":"\u00d6KT stellt sich schwierigen Themen"},"content":{"rendered":"<h2>Wegschauen ist keine L\u00f6sung<\/h2>\n<p><em>Mit brisanten Themen wie der sexualisierten Gewalt in den Kirchen, dem Rechtsterrorismus, der Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Hate Speech oder dem assistierten Suizid werden auf dem 3. \u00d6kumenischen Kirchentag in Frankfurt (13.-16. Mai 2021) unbequeme Fragen aufgeworfen und ehrliche Antworten gesucht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Frankfurt am Main, 10. Mai 2021<\/strong> \u2013 <strong>Julia Helmke<\/strong>, Generalsekret\u00e4rin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, einem der Veranstalter des 3. \u00d6KT, macht kurz vor Beginn des Events klar, wie wichtig eine ehrliche und offene Debatte gerade zu Themen mit hohem Konfliktpotential ist: &#8222;Unser Leitwort schaut hin (Mk 6,38) fordert uns auf, den Blick auch auf unbequeme Wahrheiten zu lenken. Wegschauen ist keine L\u00f6sung. Man darf von einem \u00d6kumenischen Kirchentag erwarten, dass dort Klartext gesprochen wird. Und das werden wir auch tun.&#8220;<\/p>\n<p>Zwei Programmpunkte gelten dem sexuellen Missbrauch. Im Stundenthema &#8222;Macht ist nicht gleich Autorit\u00e4t&#8220; kommen in einem Livestream am Samstag, 15. Mai, 11.00 Uhr Betroffene und Menschen aus Hilfs- und Beratungsstellen zu Wort, gefolgt vom Podiengespr\u00e4ch &#8222;Tatort Glaubensraum&#8220;, bei dem sich u.a. der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz <strong>Stephan Ackermann<\/strong> und der Sprecher des Beauftragtenrates der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt <strong>Christoph Meyns<\/strong> kritischen R\u00fcckfragen stellen.<br \/>\nDie Gefahren des Rechtsterrorismus in Deutschland werden insbesondere durch die anhaltenden Fragen rund um die NSU-Morde und weiterer rechtsextremer Straftaten beleuchtet. Neben einem Diskussionsformat ist hier mit der Auff\u00fchrung der NSU Monologe durch die <strong>B\u00fchne f\u00fcr Menschenrechte<\/strong> auch eine k\u00fcnstlerische Form der gesellschaftlichen Aufarbeitung geplant, als Teil des Kulturprogramms In die Nacht am Samstagabend ab 22.30 Uhr. Vorbereitet wurde diese Veranstaltung durch die gastgebenden Kirchen der Region, durch die auch ein anschlie\u00dfendes Publikumsgespr\u00e4ch zum Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 initiiert wurde.<\/p>\n<p>Zwischen Meinungsfreiheit und Hate Speech bewegen sich aktuell sehr viele Online-Kommentare, insbesondere bez\u00fcglich der Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie, aber auch zu Themen wie Migration, Klimaschutz oder Geschlechtergerechtigkeit. In einer gleichnamigen Veranstaltung soll deshalb die Gespr\u00e4chskultur im Netz selbst Gegenstand der Kontroverse sein, u.a. mit <strong>Sawsan Chebli<\/strong>, Staatssekret\u00e4rin f\u00fcr B\u00fcrgerschaftliches Engagement und Internationales, sowie <strong>Julia Horchert<\/strong>, Ressortleiterin Netzwelt beim SPIEGEL.<\/p>\n<h3>Kontroverse auch in Glaubensfragen erw\u00fcnscht<\/h3>\n<p>Der Generalsekret\u00e4r des Zentralkomitees der deutschen Katholiken,<strong> Marc Frings<\/strong>, lenkt den Blick auch auf die innerchristlichen Debatten. &#8222;Nat\u00fcrlich feiern wir den 3. \u00d6KT, um gemeinsame Botschaften zu senden und zusammen Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Gerade deshalb ist es aber auch wichtig, \u00fcber die Unterschiede in den Glaubensfragen ins Gespr\u00e4ch zu kommen und diese nicht unter den Tisch zu kehren.&#8220;<\/p>\n<p>Als Beispiel nannte Frings die Veranstaltung Abschied in W\u00fcrde \u2013 Verantwortung und Schutz am Lebensende. Hier werde es Raum f\u00fcr den Austausch zu unterschiedlichen theologischen, ethischen und medizinischen Positionen zum assistierten Suizid geben. Die Diskussion wird am Samstag, 15. Mai, 11.00 Uhr live im ZDF \u00fcbertragen, u.a. mit der Moraltheologin <strong>Kerstin Schl\u00f6gl-Flierl<\/strong>, Mitglied des Deutschen Ethikrates, und dem Pr\u00e4sidenten der Diakonie Deutschland, <strong>Ulrich Lilie<\/strong>.<\/p>\n<p>Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen beim Thema Eucharistie und Abendmahl werden in einem Gespr\u00e4ch ebenfalls am Samstag ab 12.00 Uhr verdeutlicht. Frings dazu: &#8222;Diese Runde aus evangelischen, katholischen, orthodoxen und freikirchlichen Stimmen macht deutlich, wie vielschichtig die Perspektiven auf einen der zentralen Aspekte \u00f6kumenischer Bestrebungen sind. Sie zeigen aber auch, wie umfassend \u00d6kumene beim 3. \u00d6KT verstanden und gelebt wird.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Julia Helmke<\/strong> erg\u00e4nzt: &#8222;Auch die vielen \u00f6kumenisch sensiblen Gottesdienste Kommt und seht! am Samstagabend mit der Achtung der Gewissensentscheidung der Einzelnen in Bezug auf die Teilnahme an der Mahlfeier sind ein starker Ausdruck daf\u00fcr, dass wir Unterschiede nicht verbergen, sondern Ihnen gemeinsam begegnen, gegenseitiges Kennenlernen erm\u00f6glichen, um Gemeinschaft und Vertrauen zu vertiefen.&#8220;<br \/>\nDer 3. \u00d6kumenische Kirchentag wird anders &#8211; konzentrierter, dezentraler, und digitaler. Vom 13.\u201316. Mai 2021 werden mehr als 100 digitale Veranstaltungen aus Frankfurt gesendet.<\/p>\n<p>Begleitet von Aktionen und Gottesdiensten in ganz Deutschland ergeben sich vielf\u00e4ltige Themen und Formen von Begegnung. Das Programm auf <a href=\"https:\/\/wwwoekt.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">oekt.de<\/a> ist frei zug\u00e4nglich. Um alle Angebote vollumf\u00e4nglich nutzen zu k\u00f6nnen, ist die Freischaltung eines kostenlosen, digitalen Tickets notwendig. Bei einzelnen Veranstaltungen ist die Teilnehmendenzahl begrenzt. F\u00fcr entsprechende Reservierungen stehen noch Restkontingente zur Verf\u00fcgung. Der \u00d6KT wird veranstaltet vom <a href=\"https:\/\/kirchentag.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT)<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/zdk.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)<\/a>. Nach 2003 in Berlin und 2010 in M\u00fcnchen findet der \u00d6kumenische Kirchentag 2021 zum dritten Mal statt.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>3. \u00d6kumenischer Kirchentag Frankfurt 2021 e. V.<br \/>\nDanziger Platz 12<br \/>\n60314 Frankfurt am Main<br \/>\nTel.: 069 24 74 24-600<br \/>\n<a href=\"mailto:presse@oekt.de\">presse@oekt.de<\/a><\/p>\n<p><strong>V.i.S.d.P.:<\/strong><br \/>\nBritta Baas<br \/>\nMario Zei\u00dfig<br \/>\nPressesprecher des 3. \u00d6kumenischen Kirchentages<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wegschauen ist keine L\u00f6sung Mit brisanten Themen wie der sexualisierten Gewalt in den Kirchen, dem Rechtsterrorismus, der Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Hate Speech oder dem assistierten Suizid werden auf dem 3. \u00d6kumenischen Kirchentag in Frankfurt (13.-16. Mai 2021) unbequeme Fragen aufgeworfen und ehrliche Antworten gesucht. Frankfurt am Main, 10. 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