{"id":21317,"date":"2021-04-19T15:58:33","date_gmt":"2021-04-19T13:58:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vcp.de\/pfadfinden\/?p=21317"},"modified":"2021-06-24T14:32:09","modified_gmt":"2021-06-24T12:32:09","slug":"glossar-zu-den-wahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vcp.de\/pfadfinden\/superwahljahr\/glossar-zu-den-wahlen\/","title":{"rendered":"Glossar zu den Wahlen"},"content":{"rendered":"<h3>Rund um die Wahlen gibt es ganz sch\u00f6n viele Begriffe &#8211; da kommt schnell mal etwas durcheinander. Und manchmal wei\u00df man zwar, was der Begriff bedeutet, aber so ganz sicher ist man*frau sich dann doch nicht mehr. Genau deshalb haben wir euch hier ein Glossar mit einigen wichtigen Begriffen zusammengestellt:<\/h3>\n<table width=\"620\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Abgeordnete*r<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Abgeordneten sind die Vertreter*innen der B\u00fcrger*innen. Sie werden bei einer Wahl f\u00fcr eine feste Zeit gew\u00e4hlt. Sie arbeiten in einem Parlament.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Ausgleichsmandat<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Durch Ausgleichsmandate k\u00f6nnen Parteien zus\u00e4tzliche Abgeordnete in ein Parlament schicken. Sie dienen zum Ausgleich der \u00dcberhangsmandate. Dadurch hat keine Partei Vorteile durch \u00dcberhangsmandate. Durch die Ausgleichsmandate spiegelt das Parlament die Ergebnisse der Zweitstimme wider.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Briefwahl<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">W\u00e4hler*innen k\u00f6nnen mit einem Brief an der Wahl teilnehmen. Zum Beispiel wenn sie nicht in ein Wahllokal gehen k\u00f6nnen. Die Briefwahl muss vorher beantragt werden. Die Unterlagen werden den W\u00e4hler*innen dann zugeschickt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Bundeskanzler*in<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Der Bundeskanzler*die Bundeskanzlerin leitet die Regierung. Er*Sie hat viel Verantwortung in der Politik. Gew\u00e4hlt wird der Bundeskanzler*die Bundeskanzlerin von den Abgeordneten im Bundestag nach der Bundestagswahl. Bei der Wahl muss mit einer absoluten Mehrheit gew\u00e4hlt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Bundespr\u00e4sident*in<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Der Bundespr\u00e4sident*die Bundespr\u00e4sidentin ist das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Er*Sie hat nicht viel Macht, sondern repr\u00e4sentiert den deutschen Staat. Das bedeutet, dass er*sie nicht \u00fcber Inhalte der Politik entscheidet. Der Bundespr\u00e4sident*die Bundespr\u00e4sidentin ernennt zum Beispiel die Politiker*innen in ihren \u00c4mtern auf Bundesebene. Und unterschreibt Gesetzte und gibt diese bekannt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Bundesrat<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Der Bundesrat ist die Vertretung der 16 Bundesl\u00e4nder beim Bund. Die Bundesl\u00e4nder entscheiden im Bundesrat in der Bundespolitik mit. Der Bundesrat hat insgesamt 69 Stimmen. Diese werden so zwischen den Bundesl\u00e4ndern verteilt, dass die mit mehr B\u00fcrger*innen auch mehr Stimmen haben. Jedes Land hat dabei mindestens 3 Stimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Bundesregierung<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Bundesregierung muss die Entscheidungen des Bundestags umsetzten. Sie ist Teil der vollziehenden Gewalt. Sie f\u00fchrt also aus, was in den Gesetzten steht. Au\u00dferdem macht sie Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Gesetzte und Vertr\u00e4ge. Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler*der Bundeskanzlerin und den Bundesminister*innen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Bundestag<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Der Bundestag wird bei den Bundestagswahlen gew\u00e4hlt. Er ist das vom Volk gew\u00e4hlte Parlament der Bundesrepublik Deutschland. Die Abgeordneten im Bundestag treffen wichtig Entscheidungen, sie fassen Beschl\u00fcsse. Der Bundestag beschlie\u00dft Gesetzte, genehmigt Vertr\u00e4ge mit anderen Staaten und entscheidet \u00fcber den Haushalt. Also wie viel Geld ausgegeben werden darf. Au\u00dferdem w\u00e4hlt er den Bundeskanzler*die Bundeskanzlerin und kontrolliert die Bundesregierung in ihrer Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Bundestagswahlen<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Bei den Bundestagswahlen wir der Bundestag als ein Parlament der Bundesrepublik Deutschland gew\u00e4hlt. Bei der Bundestagswahl gelten die Wahlrechtsgrunds\u00e4tze. Jeder W\u00e4hler*jede W\u00e4hlerin hat dabei zwei Stimmen. Die sogenannte Erststimme und Zweitstimme.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Bundesversammlung<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Bundesversammlung w\u00e4hlt den Bundespr\u00e4sidenten*die Bundespr\u00e4sidentin. Sie besteht aus allen Mitgliedern des Bundestags und einer gleichen Zahl von Mitgliedern, die in den Parlamenten der Bundesl\u00e4nder gew\u00e4hlt wurden. Diese m\u00fcssen keine Politiker*innen sein. Es k\u00f6nnen auch Sportler*innen oder Pfadfinder*innen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Direktkandidat*in<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Direktkandidaten*Direktkandidatinnen sind die Kandidaten*Kandidatinnen, die im Wahlkreis zur Wahl stehen. Der Kandidat*die Kandidatin mit den meisten Stimmen wird mit der Erststimme direkt in das Parlament gew\u00e4hlt (Direktmandat).<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Direktmandat<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Ein Direktmandat erh\u00e4lt ein Kandidat*eine Kandidatin, wenn er*sie die Wahl in einem Wahlkreis gewinnt. Also dann, wenn die Person im Wahlkreis die meisten Erststimmen erh\u00e4lt. Der Kandidat*die Kandidatin erh\u00e4lt also einen Platz im Parlament (wenn die Wahlergebnisse der Partei ausreichen).<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Erststimme<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Mit der Erststimme w\u00e4hlen W\u00e4hler*innen direkt eine bestimmte Person aus ihrem Wahlkreis. Daher bezeichnet man diese Wahl als Direktwahl.<br \/>\nEs handelt sich um eine Mehrheitswahl. Das hei\u00dft, der Kandidat*die Kandidatin mit den meisten Stimmen in einem Wahlkreis wird Abgeordnete*r im Parlament. So ist jeder Wahlkreis im Parlament vertreten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Fraktion<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Eine Fraktion ist der Zusammenschluss von Abgeordneten. Sie haben gemeinsame politischen Ziele in einem Parlament. Die Abgeordneten m\u00fcssen nicht in einer Partei sein.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Gemeinde-, Stadtrat<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Gemeinder\u00e4te beziehungsweise Stadtr\u00e4te sind die Parlamente auf Gemeindeebene. F\u00fcr gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte gibt es einen eigenen Stadtrat. Kleine St\u00e4dte und D\u00f6rfer schlie\u00dfen sich zu einer Gemeinde zusammen und haben gemeinsam den Gemeinderat. Diese Parlamente gibt es, damit B\u00fcrger*innen in Entscheidungen auf Gemeindeebene beteiligt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Kandidat*in<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Als Kandidat*in bezeichnet man all diejenigen Personen, die sich zur Wahl stellen. Sie bewerben sich damit auf ein \u00f6ffentliches Amt in einer Regierung.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Koalition<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Eine Koalition ist ein B\u00fcndnis (Zusammenschluss) unabh\u00e4ngiger Partner, die gemeinsame Ziele verfolgen. Der Begriff wird meistens f\u00fcr die Fraktionen verwendet, die sich zusammenschlie\u00dfen, um eine Regierungsmehrheit zu erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Kommunalwahlen<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Kommunalwahlen sind politische Wahlen auf Gemeinde-, Stadt- und Kreisebene.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Landesparlament<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Landesparlamente kontrollieren die Regierung und Verwaltung der L\u00e4nder. Die Aufgaben sind die gleichen wie die des Bundestags.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Landesregierung<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Landesregierung ist die Regierung eines Bundeslandes in Deutschland. Sie besteht aus dem Ministerpr\u00e4sidenten*der Ministerpr\u00e4sidentin und den Ministern*Ministerinnen. Es gibt verschiedene Namen f\u00fcr die Landesregierung in den L\u00e4ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Landtagswahlen<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Bei den Landtagswahlen wird das Parlament f\u00fcr ein Bundesland gew\u00e4hlt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Legislaturperiode<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Legislaturperiode ist der feste Zeitraum, f\u00fcr den ein Parlament gew\u00e4hlt ist. Der Bundestag wird f\u00fcr 4 Jahre gew\u00e4hlt. Die L\u00e4nderparlamente f\u00fcr 5 Jahre. Eine Ausnahme ist hier der Stadtstaat Bremen, wo nur f\u00fcr 4 Jahre gew\u00e4hlt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Mandat<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Ein Mandat ist ein Abgeordnetensitz in einem Parlament. Ein Mandat kann aber auch eine konkrete Aufgabe sein. Wer ein Mandat hat, hat eine Berechtigung etwas Bestimmtes zu tun oder zu diskutieren.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Mehrheitswahl<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Eine Mehrheitswahl bedeutet, dass der Kandidat*die Kandidatin mit den meisten stimmen die Wahl gewinnt. Man unterscheidet zwischen relativer und absoluter Mehrheit. Bei der relativen Mehrheit gewinnt der Kandidat*die Kandidatin mit mehr Stimmen als alle anderen Kandidaten*Kandidatinnen. Bei einer absoluten Mehrheit m\u00fcssen mindestens 50 Prozent aller Stimmen erreicht werden. Also mindestens die H\u00e4lfte aller Stimmen an einen Kandidaten*eine Kandidatin gehen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Minister*in<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Ein Minister*eine Ministerin ist Mitglied einer Regierung. Er*Sie verwaltet einen bestimmten Gesch\u00e4ftsbereich. Er*Sie leitet meist ein Ministerium. Es gibt zum Beispiel Finanzminister*innen, Umweltminister*innen und Familienminister*innen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>(Konstruktives) Misstrauensvotum<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Der Bundestag kann dem*der Bundeskanzler*in das Misstrauen aussprechen. Dies kann allerdings nur dadurch geschehen, dass der Bundestag mit der Mehrheit seiner Mitglieder (zurzeit 355) eine*n Nachfolger*in zum*zur Bundeskanzler*in w\u00e4hlt und den*die Bundespr\u00e4sidenten*Bundespr\u00e4sidentin ersucht, den*die Bundeskanzler*in zu entlassen. Der*Die Bundespr\u00e4sident*in muss diesem Ersuchen entsprechen. Zwischen dem Antrag und der\u00a0Wahl m\u00fcssen 48 Stunden liegen (Artikel 67 des Grundgesetzes), damit dem*der Kanzler*in noch die M\u00f6glichkeit offengehalten wird, mit Abgeordneten Gespr\u00e4che zu f\u00fchren.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Opposition<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Opposition in einem Parlament sind die Fraktionen, die nicht zur Regierungsmehrheit geh\u00f6ren. Opposition kommt vom lateinischen Wort \u201eopponere\u201c. Es bedeutet so viel wie \u201esich entgegenstellen\u201c und \u201edagegensetzten\u201c. Sie kontrolliert die Regierung und die Regierungsmehrheit. Zudem entwickelt sie politische Alternativen. Die Opposition vertritt die Minderheiten in der Bev\u00f6lkerung.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Parlament<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">In einem Parlament kommen Vertreter*innen des Volkes zusammen, die sogenannten Abgeordneten. Die B\u00fcrger*innen entscheiden durch Wahlen, welche Personen und Parteien Sitze im Parlament bekommen. Die Vertreter*innen beraten sich im Parlament. Sie treffen Entscheidungen zu wichtigen Fragen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Partei<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Eine Partei ist der Zusammenschluss einer Gruppe von Menschen. Sie haben \u00e4hnliche politische Interessen und Meinungen. Jede*r kann in eine Partei eintreten oder eine gr\u00fcnden. Durch die Parteien wirken die B\u00fcrger*innen bei der Politik ihres Staates mit.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Regierungsmehrheit<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Regierungsmehrheit ist der Zusammenschluss von denjenigen Parteien, die einen gro\u00dfen Teil der Stimmen erhalten haben. Dadurch bilden sie die Mehrheit im Parlament. Die Regierungsmehrheit macht also mehr als 50 Prozent des Parlaments aus.<br \/>\nDiesen Zusammenschluss bezeichnet mach auch als Koalition.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Sperrklausel<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Sperrklausel bestimmt, ob eine Partei Pl\u00e4tze im Parlament bekommt. Dabei muss sie einen bestimmten Anteil aller abgegebenen Stimmen erhalten. Mit einer Sperrklausel wird verhindert, dass sehr kleine Parteien in ein Parlament einziehen. Dadurch werden die Zusammenh\u00e4nge und Beziehungen aller Parteien gest\u00e4rkt. Das nennt man auch Parteisystem.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Stimmrecht<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Das Stimmrecht ist das Recht bei einer Abstimmung oder Wahl teilzunehmen. Also die Erlaubnis w\u00e4hlen zu gehen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Stimmenzettel<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Auf dem Stimmenzettel gibt der*die Wahlberechtigte seine*ihre Stimme ab. Dieser Zettel sieht f\u00fcr alle W\u00e4hler*innen gleich aus.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>U-18 Wahlen<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die U-18 Wahlen sind Wahlen f\u00fcr Kinder und Jugendliche. Sie finden 9 Tage vor einem offiziellen Wahltermin statt. Die Ergebnisse haben keinen Einfluss auf die \u201eeigentliche\u201c Wahl. Trotzdem bieten sie die M\u00f6glichkeit Themen und W\u00fcnsche junger Menschen in die Politik zu bringen. Au\u00dferdem bewirken sie, dass sich Kinder und Jugendliche politisch informieren und ausdr\u00fccken k\u00f6nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>\u00dcberhangsmandate<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Manchmal erh\u00e4lt eine Partei mehr Direktmandate, als sie mit der Zweitstimme Pl\u00e4tze im Parlament haben. Dann entstehen sogenannte \u00dcberhangsmandate. Die direkt gew\u00e4hlten Kandidaten d\u00fcrfen alle ins Parlament einziehen.<br \/>\n<em>siehe Direktmandat, Zweitstimme, Ausgleichsmandat<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Verh\u00e4ltniswahl<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Bei der Verh\u00e4ltniswahl ist es egal, welche Partei die meisten Stimmen erh\u00e4lt. Es werden alle abgegebenen Stimmen ber\u00fccksichtigt. Die Partei mit dem gr\u00f6\u00dften Anteil aller Stimmen erh\u00e4lt die meisten Sitze im Parlament. Je weniger Stimmen eine Partei bekommt, desto weniger Sitze hat sie. Um das Verh\u00e4ltnis auszurechnen gibt es verschiedene mathematische M\u00f6glichkeiten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Vertrauensfrage<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Vertrauensfolge ist im Artikel 68 des Grundgesetzes (GG) geregelt. Wenn ein*e Bundeskanzler*in das Gef\u00fchl hat, dass die Regierungsfraktionen (also die Parteien, die in der Regierung sind) ihm*ihr nicht mehr folgen, dann besteht die M\u00f6glichkeit die Vertrauensfolge zu stellen.<\/p>\n<p>Wenn die Vertrauensfrage positiv beantwortet wird, also die Mehrheit der Bundestagsmitglieder hinter dem*der Bundeskanzler*in steht, passiert nichts.<\/p>\n<p>Erh\u00e4lt der*die Kanzler*in nicht die Mehrheit, gilt die Vertrauensfrage als negativ beantwortet.<\/p>\n<p>Hier sieht\u00a0das Grundgesetz zwei Folgen vor:<\/p>\n<ul>\n<li>Entweder w\u00e4hlen die Abgeordneten eine*n neue*n Bundeskanzler*in<\/li>\n<li>Nach 21 Tagen kann der Bundespr\u00e4sident, auf Vorschlag\u00a0des*der Kanzler*in den Bundestag aufl\u00f6sen. Das hat Neuwahlen zur Folge.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bisher stellten insgesamt vier Kanzler die Vertrauensfrage. Dreimal wurde in Folge der Bundestag aufgel\u00f6st und Neuwahlen angesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Wahlalter<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Das Wahlalter legt fest, ab welchem Alter B\u00fcrger*innen w\u00e4hlen d\u00fcrfen. In Deutschland darf man ab einem Alter von 18 Jahren zu Bundestagswahlen w\u00e4hlen. Also dann, wenn man vollj\u00e4hrig ist.<br \/>\nBei Landtags- und Kommunalwahlen kann man in einigen Bundesl\u00e4ndern schon ab 16 W\u00e4hlen.<br \/>\n\u00dcber die Senkung des Wahlalters gibt es viele Diskussionen. Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) zum Beispiel fordert ein Wahlalter ab 14 Jahren. Schlie\u00dflich werden bei Wahlen langfristige Entscheidungen f\u00fcr die Zukunft getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Wahlbenachrichtigung<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Wahlbenachrichtigung erhalten alle Personen, die bei der Wahl w\u00e4hlen d\u00fcrfen. Auf ihr ist auch die Adresse des Wahllokals zu finden.<br \/>\nPersonen, die eine Wahlbenachrichtigung bekommen, bezeichnet man als Wahlberechtigte.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Wahlberechtigte Bev\u00f6lkerung<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die wahlberechtigte Bev\u00f6lkerung sind die B\u00fcrger*innen, die w\u00e4hlen d\u00fcrfen.<br \/>\nIn Deutschland sind das f\u00fcr die Bundestagswahlen alle B\u00fcrger*innen, die:<br \/>\n&#8211; mindestens 18 Jahre alt sind<br \/>\n&#8211; eine deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft haben<br \/>\n&#8211; einen Wohnsitz in Deutschland haben (Ausnahmen sind m\u00f6glich)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Wahlhelfer*in\/Wahlvorstand<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Wahlhelfer*innen unterst\u00fctzen die Wahl. Sie werden als Wahlvorst\u00e4nde von 5 bis 9 Personen von den Gemeinden eingesetzt. Aufgaben dieses Wahlvorstandes ist es daf\u00fcr zu sorgen, dass die Wahl ordnungsgem\u00e4\u00df durchgef\u00fchrt wird. Au\u00dferdem z\u00e4hlen die Wahlhelfer*innen die Stimmenzettel aus.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Wahlkabine<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">In der Wahlkabine gibt der W\u00e4hler*die W\u00e4hlerin im Wahllokal die Stimme ab. Durch die Wahlkabine kann niemand sehen, wie der W\u00e4hler*die W\u00e4hlerin gew\u00e4hlt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Wahlkreis<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">F\u00fcr die Wahlen wird Deutschland oder ein Bundesland in Wahlkreise aufgeteilt. In jedem Wahlkreis leben ungef\u00e4hr gleich viele Einwohner*innen. Aus jedem Wahlkreis wird mindestens ein Kandidat*eine Kandidatin in das Parlament gew\u00e4hlt. So ist jede Region im Parlament vertreten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Wahllokal<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Im Wahllokal wird die Wahl durchgef\u00fchrt. Es handelt sich dabei um einen \u00f6ffentlichen Ort oder Raum. Die Wahllokale befinden sich immer in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden. Zum Beispiel in Schulen oder Rath\u00e4usern.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Wahlprogramm<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">In dem Wahlprogramm einer Partei steht, was sie nach der Wahl \u00e4ndern will. Die Partei schreibt das Wahlprogramm vor der Wahl. Der Inhalt und die Ziele des Programms orientieren sich an den Zielen des Parteiprogramms. Im Parteiprogramm steht die allgemeine Position der Partei. Und welche Ziele sie langfristig, also in vielen Jahren, erreichen m\u00f6chte.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Wahlrechtsgrunds\u00e4tze<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Wahlrechtsgrunds\u00e4tze sind die Regelung wie unsere Bundestagswahlen ablaufen m\u00fcssen. Sie sind im Artikel 38 unseres Grundgesetztes (GG) festgeschrieben. Sie lauten wie folgt:<\/p>\n<p><strong>Allgemein<\/strong>\u00a0bedeutet, dass grunds\u00e4tzlich jede*r B\u00fcrger*in, die*der das 18. Lebensjahr vollendet hat, w\u00e4hlen darf.<\/p>\n<p><strong>Unmittelbar<\/strong>\u00a0hei\u00dft, dass die W\u00e4hler*innen die Kandidat*innen direkt w\u00e4hlen, es gibt in Deutschland keine \u201cWahlm\u00e4nner*\u201d oder \u201cWahlfrauen*\u201d, auf die eine Stimme \u00fcbertagen wird.<\/p>\n<p><strong>Frei<\/strong>\u00a0bedeutet, dass die W\u00e4hler*innen frei sein m\u00fcssen in ihrer Wahlentscheidung, niemand darf auf sie Druck aus\u00fcben.<\/p>\n<p><strong>Gleich<\/strong>\u00a0hei\u00dft, dass jede Stimme das gleiche Gewicht hat, egal ob jemand arm oder reich ist, ob jemand eine wichtige Position hat oder noch in der Ausbildung ist.<\/p>\n<p><strong>Geheim<\/strong>\u00a0bedeutet, dass man niemandem erz\u00e4hlen muss, wen man gew\u00e4hlt hat. Deswegen gibt es auch Wahlurnen und eine Wahlkabine.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Wahlurne<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die Wahlurne ist eine Kiste. In diese kommen die Stimmenzettel bei der Wahl im Wahllokal. So kann am Ende niemand mehr wissen, von wem welcher Stimmenzettel ist.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>Zweitstimme<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Mit der Zweitstimme entscheiden W\u00e4hler*innen wie viele Sitze eine Partei im Parlament bekommt. Also wie viele Menschen sie in das Parlament schicken k\u00f6nnen. Die Zweitstimme entscheidet welche Partei mehr Gewicht im Parlament hat.<br \/>\nEs handelt sich um eine Listenwahl. Das hei\u00dft die W\u00e4hler*innen w\u00e4hlen keine einzelnen Personen. Sie w\u00e4hlen eine Liste. Diese haben die Parteien vor den Wahlen erstellt. Auf ihr stehen Personen, die Abgeordnete im Parlament werden wollen. Die Reihenfolge der Liste ist entscheidend. Der erste Kandidat*die erste Kandidatin hat bessere Chancen in das Parlament zu kommen als der*die zweite. Und so weiter.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"234\"><strong>5-Prozent-H\u00fcrde<\/strong><\/td>\n<td width=\"386\">Die 5-Pozent-H\u00fcrde ist die Speerklausel in Deutschland. Eine Partei muss bei einer Wahl mindestens 5 Prozent der Zweitstimmen erhalten. Das legt die 5-Pozent-H\u00fcrde fest. Dadurch k\u00f6nnen kleine Parteien selten in ein Parlament einziehen. Daf\u00fcr ist eine Einigung zwischen den Parteien im Parlament leichter.<br \/>\nEs gibt aber eine Ausnahme. Eine Partei mit drei Direktmandaten kann immer in das Parlament einziehen. Auch wenn sie weniger als 5 Prozent aller Stimmen bekommen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund um die Wahlen gibt es ganz sch\u00f6n viele Begriffe &#8211; da kommt schnell mal etwas durcheinander. 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